Der alte Holzherd in der Tschafonhütte hatte auf seiner Kochfläche nur ein Loch, weshalb sich nur ein Omelett auf einmal darauf braten ließ. Hatten mehrere Gäste eines bestellt – mit Brennnesseln und wildem Spinat gefüllt –, musste man warten. Die Omeletts wurden nicht gleichzeitig serviert, sondern nacheinander. 65 Jahre lang war das so. Dann kam der Neubau, 2022, und mit der Hütte wurde die Küche modernisiert. Die Brennnesseln und der Spinat aber wachsen noch vor der Tür. Und wenn der Sonnenuntergang das gegenüberliegende Rosengartengebirge in ein tiefes Orange taucht, denkt man an das ladinische Wort enrosadira, Alpenglühen. In den Dolomiten gilt es als besonders schön.