Pakistan hat im April die iranische Delegation nach indirekten Verhandlungen mit den USA durch den eigenen Luftraum eskortiert – mit zwei Dutzend Kampfjets. Der Grund: Angst um das Leben von Abbas Araghchi und Mohammad Bagher Ghalibaf.

03.07.2026, 07.28 Uhr

Donald Trump und Benjamin Netanyahu bei einem gemeinsamen Treffen im Dezember vergangenen Jahres

Israel setzt im Krieg gegen Iran seit Jahren auf gezielte Tötungen – Top-Atomwissenschaftler, Schattenkrieger und selbst der Oberste Führer der Islamischen Republik wurden zu Zielen. Nun meldet die »New York Times«, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump während der jüngsten Verhandlungsrunde mit Iran offenbar gefürchtet hat, dass Israels Premier Benjamin Netanyahu diese Taktik erneut einsetzen lassen würde. Als Ziele wurden demnach Irans Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf ausgemacht.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass die Vereinigten Staaten Länder in der Region gebeten hätten, Iran vor diesem Szenario zu warnen. Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch eine Reuters-Meldung vom 17. April dieses Jahres, wonach Pakistans Luftstreitkräfte die iranische Delegation nach einer Verhandlungsrunde in Islamabad außer Landes begleitet habe – mit zwei Dutzend Kampfjets.