Was sind das für Männer, die ihre Frauen oder Freundinnen betäuben, vergewaltigen und sich dann noch selbst und untereinander mit Aufnahmen der Taten immer wieder sexuell erregen? Woran erkennt man sie? Sie sind besser verborgen als jeder andere Sexualstraftäter, mit dem man als Frau jemals rechnen musste. Sie stehen nicht in dunklen Parks, vergewaltigen nicht einmal von Angesicht zu Angesicht. Feiger, niederträchtiger kann man nicht sein. Und wohl auch nicht emanzipationsfeindlicher. Denn mit einer solchen Tat wird auch jede weibliche Selbstbestimmung brutal vernichtet.Solche Täter können überall seinDie Erkenntnisse, die nun ein großer Schlag gegen mehrere internationale Onlinenetzwerke betäubender und vergewaltigender Männer zutage förderte, sind darum einerseits niederschmetternd. Solche Taten werden von Personen begangen, die eine berufliche Autoritätsposition oder eine Vertrauensposition ausnutzen, erläutert Europol. Solche Täter können also überall sein. Es kann der eigene Partner sein, dem man gerade über rätselhafte Unterleibsschmerzen berichtet. Davor können Frauen sich kaum schützen.Andererseits zeigt die erfolgreiche Europol-Ermittlung, dass sich die Täter auch im Darknet nicht mehr sicher wähnen können. Der Schutz der Anonymität beginnt endlich zu bröckeln. Viele mutmaßliche Täter wurden jetzt gestellt, viele auch schon festgenommen. Und ihre Chats, in denen sie sich in ihrer vermeintlichen Sicherheit schrieben, können nun vor Gericht gegen sie verwendet werden.