Ein „echter Mann“ sollte keine Handtasche tragen. Das könnte man zumindest meinen, wenn man den Blick durch so manche Kommentarspalte auf Social Media schweifen lässt. Gerade zur Weltmeisterschaft polarisieren einige Fußballstars mit ihren Outfits besonders – für die sie bewusst zu Taschen greifen, die in den Augen einiger ausschließlich am Körper einer Frau etwas zu suchen haben. Spaniens Ausnahmetalent Lamine Yamal etwa trug erst kürzlich einen großen Chanel-Shopper, Deutschlands tragischer WM-Star Jonathan Tah das City-Modell von Balenciaga und der französische Torjäger Kylian Mbappé die Dior A5 Triangle Pouch. Vor allem aber Norwegens Nationalheld Erling Haaland taucht immer wieder auf, wenn es um Stilfragen im Fußball geht.

Ein groß gewachsener Wikingermann – mit Handtasche

Mit seinen 1,95 Metern Körpergröße und den langen blonden Haaren fällt der 25-jährige Stürmer aus Norwegen – der übrigens in England geboren wurde – ohnehin schon ins Auge. Hinzu kommt sein für viele fast schon erratisches Auftreten, das sich nur schwer in Worte fassen lässt: große, etwas ungelenk wirkende Bewegungen, plötzliches Aufrichten, starre Blickmomente – dann wieder explosive Energie. Sowohl auf dem Platz als auch abseits davon verhält und bewegt sich Haaland anders als die meisten anderen Profis. Doch deswegen sorgt er kaum für Spott, Hohn oder Hass. Im Gegenteil: Von vielen wird der Nationalspieler, der aktuell bei Manchester City unter Vertrag steht, für eben diese unangepasste Art gefeiert. Zumindest so lange, bis auch er sich mit einer Handtasche zeigt.