Trump listete in seinem Post mehrere Länder, darunter Großbritannien und Italien, sowie deren angebliche Verteidigungsausgaben auf. Diese ähneln einem Nato-Bericht für das Jahr 2025, Trump nannte aber keine genaue Quelle.Zu Deutschland machte er keine konkreten Angaben, schrieb aber, dass dessen Beiträge angeblich deutlich niedriger seien. Wie Trump zu dieser Annahme kommt, blieb unklar. Denn wie aus dem Nato-Jahresbericht hervorgeht, lag Deutschland 2025 bei den Verteidigungsausgaben an Position zwei. Deutschland steigerte seine Ausgaben nach den inflationsbereinigten Vergleichszahlen gegenüber 2024 um mehr als 20 Prozent auf 88,8 Milliarden Euro.

Insgesamt erhöhten Deutschland und die anderen Nato-Partner der USA ihre Verteidigungsausgaben 2025 um eine Rekordsumme. Die Ausgaben der europäischen Alliierten und Kanadas stiegen um 19,6 Prozent auf 574 Milliarden US-Dollar.Trump wiederholt Kritik aus vergangenen JahrenDem US-Präsidenten ist es schon länger ein Dorn im Auge, dass die USA traditionell die höchsten Verteidigungsausgaben leisten, die der Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses zugutekommen. Die Kluft wird aber kleiner. Auf dem Nato-Gipfel in Den Haag hatte sich das Bündnis auf Drängen Trumps dazu verpflichtet, die Verteidigungsausgaben in beispielloser Weise anzuheben.