Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hat am 30. Juni eine Podcast-Folge veröffentlicht, deren Inhalt nahelegt, Springer-Chef Mathias Döpfner habe Bundeskanzler Friedrich Merz Anfang 2026 in einem vertraulichen Gespräch dazu gedrängt, endlich mit der AfD zusammenzuarbeiten. Nach 11 Minuten und 20 Sekunden sprechen die RND-Chefredakteurin Eva Quadbeck und der Dokumentarfilmer Stephan Lamby in ihrem neuen Podcast „Wenn Sie wüssten…“ von einem „gekippten Verhältnis“ zwischen der Springer-Presse und Merz, bei dem auch ein Besuch Döpfners im Kanzleramt eine Rolle gespielt haben soll: „Dieses Treffen ist nach unseren Informationen maximal unglücklich verlaufen“, sagt Quadbeck.Man habe die Information über das Treffen der beiden, sagt Lamby, „um es ganz transparent zu machen“, nicht von den beiden direkt, „sondern unabhängig voneinander von weiteren Personen, zum Teil aus dem engen Umfeld“.Bei Springer reagierte man in einem Post auf der Plattform X so: „Die Behauptungen im Podcast ‚Wenn Sie wüssten…‘ sind absurd.“ „Die Unterstellung“, Mathias Döpfner habe den Kanzler zu einer Zusammenarbeit mit der AfD gedrängt, sei „eine glatte Lüge“. Der Inhalt des „frei erfundenen“ Gespräches kursierte demnach laut Springer bereits im November 2025 in Berliner Journalistenkreisen.In einem zweiten Post veröffentlichte Springer eine SMS, die „ein ZDF-Journalist Mathias Döpfner bereits am 9. Dezember 2025 um 11.56 Uhr“ weitergeleitet haben soll. Darin wird beschrieben, wie Döpfner gegenüber Merz den Satz geäußert habe: „Die Brandmauer muss endlich fallen.“Auch von Regierungsseite hat Vizeregierungssprecher Sebastian Hille die Geschichte laut „Spiegel“ als „absurde Gerüchte“ bezeichnet. Eva Quadbeck vom RND hingegen sagte dem „Spiegel“, man habe Springer mit den Aussagen über das Gespräch informiert, jedoch nur ein allgemeines Dementi zurückerhalten.
RND-Bericht zu inoffiziellem Treffen zwischen Springer-Chef Döpfner und Bundeskanzler Merz
Ein Podcast verbreitet die Geschichte, Springer-Chef Mathias Döpfner habe versucht, den Kanzler Anfang 2026 zu überreden, die Brandmauer abzuschaffen. Bei Springer bezeichnet man das als „Lüge“.








