In Toni Servillos Vita tauchen immer wieder der italienische Regisseur Paolo Sorrentino auf – und Politikerfiguren. Der 67-Jährige spielte bereits Giulio Andreotti (in „Il Divo“, 2008) und Silvio Berlusconi (in „Loro – Die Verführten“, 2018). In „La Grazia“, der im März in die deutschen Kinos kam und inzwischen auf Apple TV und Mubi (Prime) läuft, spielt Servillo einen alternden Staatspräsidenten, der kurz vor der Abdankung ein Gesetz zur Sterbehilfe unterzeichnen soll. Der Autodidakt, für sein minimalistisches Spiel bekannt, macht aus de Santis eine leise, überlegte, nicht unlustige Person. Am Tag nach der Verleihung des „Cine-Merit Award“ des Münchner Filmfests empfängt er im weißen Leinenhemd und stylischer John-Lennon-Sonnenbrille. Ein doppelter Espresso ist bestellt, in der Hand ruht eine Zigarre, die zunächst nur gekappt wird.
Toni Servillo übers Theater, Italien und die Politik
Toni Servillo wurde durch die Filme von Paolo Sorrentino bekannt. Ein Interview über die Anmut des Theaters, die politische Lage in Italien – und nicht gerauchte Beruhigungs-Zigarren.







