Ziel sei es, das Geschäft optimal auf die spezifischen Anforderungen des US-Markts auszurichten. Ruveon werde von St. Louis aus alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts verantworten, von der ​Preisgestaltung bis zur Produktion, bleibe jedoch Teil des Bayer-Konzerns.Bayer hat sich mit der milliardenschweren ‌Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto im ​Jahr 2018 eine ‌Klagewelle in den USA wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter ‌wie ​Roundup eingehandelt. Im Streit über die Kennzeichnung der Risiken hat Bayer zuletzt allerdings einen wichtigen Sieg erringen können. Der Oberste Gerichtshof der USA entschied , Bayer könne nicht auf Basis des Rechts einzelner Bundesstaaten wegen fehlender Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden. In den USA seien einheitliche Markierungen von der Umweltbehörde EPA vorgeschrieben. Tausenden Klagen im Zusammenhang mit dem glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup dürfte damit die Grundlage entzogen sein.

Im Streit mit zahlreichen der Glyphosatklägern wiederum steht diesen Sommer noch eine Anhörung bezüglich der Genehmigung eines Vergleichs an. Bayer hatte im Februar einen Sammelvergleich über 7,25 Milliarden Dollar zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten zu Roundup in den USA geschlossen, der bereits vorläufig genehmigt wurde. Darüber soll nun am 19. August statt wie ursprünglich geplant Anfang Juli verhandelt werden.Die Klagewelle wegen Glyphosat belastet Bayer, das Unternehmen hat Rückstellungen in Milliardenhöhe für ​Vergleiche und künftige ⁠Fälle gebildet. Die Rechtsstreitigkeiten schlagen seit ​Jahren auf ​den Aktienkurs des Unternehmens durch. Bayer verneint ein Krebsrisiko.