Seit 1933 warben die Nationalsozialisten mit der Losung „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ für nationale Geschlossenheit und ihr Ideal der „Volksgemeinschaft“. Der Historiker Dietmar Süß, seit 2013 Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg, hat sich ausführlich mit der Gesellschaft im NS-Reich befasst. Im Interview erzählt er davon, wie der schöne Schein der „Volksgemeinschaft“ die Massen anzog, und zwar nicht nur NSDAP-Mitglieder. Und er erklärt, warum man es sich zu einfach macht, bei Parteieintritten nach 1933 von Opportunismus zu sprechen.