Stand: 01.07.2026 • 18:42 Uhr
Haben steinzeitliche Künstler in ihren Malereien genetische Spuren hinterlassen? Forschende haben dort erstmals menschliche DNA nachgewiesen - und hoffen auf neue Einblicke in eine längst vergangene Zeit.
Von Renate Ell, BR
Alba Bossoms Mesa erinnert sich lebhaft an den ersten DNA-Fund in einem steinzeitlichen Höhlen-Gemälde: "Wir haben zwischen großer Begeisterung und großer Skepsis geschwankt: Ist es ein falsch-positives Ergebnis oder stimmt es?", erzählt die junge Paläogenetikerin vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. "Uns wurde klar: Wenn es stimmt, und wir den Künstler oder die Künstlerin von anderen Menschen unterscheiden wollen, brauchen wir Kontrollproben."
Diese wurden unter anderem in der Escoural-Höhle in Portugal und in der Covarón-Höhle in Nordspanien genommen, ein ganzes Stück entfernt von Gemälden. "Und da haben wir dann besser erhaltene DNA gefunden. Leider wissen wir nicht, ob sie vom Künstler oder der Künstlerin stammt." Denn eine eindeutige Übereinstimmung zwischen den DNA-Proben konnten die Forschenden nicht nachweisen.









