PfadnavigationHomePanoramaZwölf Euro EintrittBesuch des Kölner Doms kostet jetzt Geld – Atheistenbund-Chef empfiehlt TrickStand: 13:29 UhrLesedauer: 3 MinutenDie Besichtigung des Kölner Doms kostet ab Juli EintrittQuelle: Henning Kaiser/dpa/dpa-tmnDer Kölner Dom hat sechs Jahre in Folge Minus gemacht und führt nun eine Eintrittsgebühr von zwölf Euro ein. Für den Vorsitzenden des Atheistenbundes ist die Zahlung nicht gerechtfertigt. Man könne auch schummeln.Ab Mittwoch kostet der Eintritt in den Kölner Dom erstmals zwölf Euro. Damit soll der jährlich 16 Millionen Euro teure Unterhalt der Unesco-Weltkulturerbestätte finanziert werden. Für Rainer Ponitka, den Vorsitzenden des Atheistenbundes, ergibt diese Zahlung wenig Sinn. Er kritisiert, dass der Steuerzahler bereits jetzt für den Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks zahlt. „Was soll da noch eine Gebühr?“Er sehe kein Problem darin, beim Eintritt in die Kirche zu schummeln, wie er der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte. Denn ein Teil des Doms ist für Betende und Gottesdienst-Teilnehmer reserviert. Über den Nordeingang kommt man gratis rein, wenn man beten möchte. Damit erhält man jedoch nicht den vollen Zugang zu den Innenbereichen. Zahlende Gäste können über den Westeingang den gesamten Kirchenraum besichtigen. Auf die Frage, ob er den Satz „Ich möchte beten“ als Atheist sagen würde, antwortete er: „Warum denn nicht? Wenn ich da rein will, aber die zwölf Euro nicht habe oder nicht zahlen möchte, wieso sollte ich den Satz nicht sagen? (...) Die ganze Kirchengeschichte ist doch voller Sünden.“Eine „Gesinnungsprüfung“ soll es beim Eingang nicht geben, betont Markus Frädrich vom zuständigen Domkapitel. „Der kostenfrei zugängliche Gebetsbereich ist ein wichtiger Bestandteil des neuen Besuchskonzeptes. Der Kölner Dom bleibt auch künftig ein Gotteshaus, das Menschen für ihr Gebet und zur persönlichen Einkehr offensteht“, sagt er. Lesen Sie auchDie Frage bleibt, ob nicht ausgenutzt werde, dass es keine Prüfung gibt. „Ja, die Gefahr besteht“, sagt Dompropst Guido Assmann. Ihm zufolge machen Touristen etwa 99 Prozent der Dom-Besucher aus.Eintritt an bestimmten Tagen für alle kostenlosAn einigen Tagen wird keine Eintrittsgebühr verlangt: vom 6. Januar (Fest der Heiligen Drei Könige) bis zum darauffolgenden Sonntag. Zudem auch am 1. Mai (Tag der Arbeit), am 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) sowie zur Dreikönigswallfahrt Ende September. Ausgenommen von den neuen Ticketpreisen sind außerdem Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit Schwerbehinderung. Ermäßigungen (halber Preis) gelten für Schüler und deren Begleitpersonen, Studenten, Auszubildende sowie Menschen mit Sozialpässen in Nordrhein-Westfalen. Die Einführung hatte eine heftige Debatte ausgelöst. Befürworter verweisen darauf, dass andere Kathedralen wie die Sagrada Família in Barcelona (26 Euro) oder die Londoner St. Paul’s-Kathedrale (31 Euro) ebenfalls Eintritt kosten. Auch in Deutschland zahlt man für eine Besichtigung des Berliner Doms 15 Euro. Es gibt allerdings auch prominente Gegenbeispiele. Der Besuch von Notre-Dame in Paris ist kostenlos, obwohl die Kathedrale nach dem verheerenden Feuer von 2019 für Hunderte Millionen Euro restauriert werden musste. Ebenso ist der Besuch des Petersdoms in Rom kostenlos.Sechs Jahre in Folge Minus gemachtBislang war der große Innenraum des Doms stets kostenlos zugänglich, Eintritt wurde aber bereits für die Schatzkammer oder auch den Aufstieg zur Aussichtsplattform verlangt (acht Euro). Das Domkapitel teilte vor einigen Monaten aber mit, dass seit 2019 sechs Jahre in Folge Minus gemacht worden sei. Über viele Jahre habe man das noch mit Rücklagen auffangen können, aber: „Wir sind in die Situation gekommen, dass die Reserven des Kölner Doms auf absehbare Zeit aufgebraucht sind“, erklärte Domrendant Clemens van de Ven.dpa/epd/shem
Kölner Dom: Besuch kostet jetzt Geld – Atheistenbund-Chef empfiehlt Trick - WELT
Der Kölner Dom hat sechs Jahre in Folge Minus gemacht und führt nun eine Eintrittsgebühr von zwölf Euro ein. Für den Vorsitzenden des Atheistenbundes ist die Zahlung nicht gerechtfertigt. Man könne auch schummeln.














