AfD-Chefin Alice Weidel hat dem Vorschlag des BSW für gemeinsame Wahlkampfauftritte eine Absage erteilt. Das bestätigte der Sprecher der AfD-Vorsitzenden dem SPIEGEL. Zwar stünde die AfD »selbstverständlich« für einen Dialog bereit, letztlich sei aber jede wahlwerbende Partei für ihren Wahlkampf selbst verantwortlich.Eine Hintertür ließ das Büro Weidels zudem offen – Seitenhieb inklusive: Das BSW stünde vor der Herausforderung, die Fünfprozenthürde bei den kommenden Landtagswahlen zu überspringen. »Sollte es das erreichen, ist die AfD selbstverständlich zu Gesprächen bereit«, so der Sprecher.Die BSW-Spitze hatte am vergangenen Freitag der AfD in einem Brief vorgeschlagen, bei den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gegenseitig von gemeinsamen Rededuellen zu profitieren. Der Brief liegt dem SPIEGEL vor . Konkret sollte sich Weidel mit BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht duellieren. Man könne je eine Veranstaltung in Magdeburg und eine in Schwerin abhalten, auf die Spielregeln könne man sich noch verständigen.
Unruhe beim BSWAus Sicht des BSW sei das im Interesse der Wählenden: Abseits angeblich festgefahrener Wahlformate würden mit Weidel und Wagenknecht »zwei Frauen, die Hallen und Marktplätze füllen«, die politische Debatte wieder in die Mitte der Gesellschaft holen. Im Brief betonte die BSW-Spitze, wo sie Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede im Programm mit den Rechtsextremen sieht, die man diskutieren könne. Auch Weidels Büro sprach nun von Gemeinsamkeiten, etwa weil man gemeinsam für Diplomatie einstünde und für die sofortige Beendigung des Ukrainekriegs eintrete.










