Serena Williams schrie schrill auf, und wenn sie die Tragweite dieser verzogenen Rückhand geahnt hätte, wäre ihr Schrei wohl noch lauter ausgefallen.

Williams hatte gerade ihr fast verlorenes Comeback-Match gedreht, im zweiten Satz einen Matchball abgewehrt und nun alle Chancen auf eine 3:1-Führung im dritten Durchgang. Den Punkt dazu hatte sie fein herausgespielt: mit einem starken Aufschlag nach außen, einer Vorhand gegen den Lauf ihrer Gegnerin, die den Ball nur noch kurz zurückbrachte. Williams musste ihre Rückhand nur noch einigermaßen zügig die Linie entlang spielen – Formsache, wie man so schön sagt. Williams aber verzog, 18 Minuten später war das Match zu Ende. 3:6, 7:6 (8:6), 3:6 hieß es aus Sicht der 44-Jährigen gegen die junge Australierin Maya Joint.