Hintergrund der Ermittlungen ist der Verdacht, dass ein damaliger Mitarbeiter einer Gastgeberstadt ohne Genehmigung ein Ticket für ein Spiel angenommen haben soll. Er soll das Ticket von Verantwortlichen der ausrichtenden Gesellschaft bekommen haben.Exklusive VorverkaufsrechteAußerdem sollen den Gastgeberstädten demnach exklusive Vorkaufsrechte für Eintrittskarten angeboten worden sein. Teils sind diese den Angaben nach in Anspruch genommen worden. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Vorteilsannahme und der Vorteilsgewährung.

Organisiert wurde die Endrunde 2024 von der Euro 2024 GmbH. Die Gesellschaft war ein Joint Venture des DFB mit der Europäischen Fußball-Union (Uefa). Die Gesellschaft mit Sitz in den früheren DFB-Räumlichkeiten in Frankfurt am Main gehörte mehrheitlich der Uefa an. Neben Verantwortlichen bei der GmbH sind auch die Ausrichterstädte von den Ermittlungen betroffen.Die Männer-EM im Juni und Juli 2024 wurde in Deutschland ausgetragen. Es gab zehn Spielorte. Bislang hatten die Beschuldigten keine Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern, wie die Ermittler ausführten. Es gelte die Unschuldsvermutung.