Verantwortliche Organisatoren der Fußball-EM 2024 in Deutschland sind wegen des Verdachts der Vorteilsgewährung ins Visier der Justiz geraten. Ermittler der Staatsanwaltschaft Bochum und des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen haben am Mittwoch zusammen mit der Polizei zahlreiche Stadtverwaltungen im Bundesgebiet und die Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main durchsucht. Das bestätigten Sprecher der Ermittlungsbehörden und auch des DFB.
Stadtverwaltungen sollen Tausende EM-Tickets zu Vorzugspreisen erhalten haben. Diese seien von einigen Städten genutzt und unterschiedlich verwendet worden, teilten Staatsanwaltschaft und LKA mit.„Ein Fußballticket ist kein Gehaltsbestandteil“„Ein Fußballticket ist kein Gehaltsbestandteil. Wer im öffentlichen Dienst die Hand aufhält, bekommt von uns Besuch“, erklärte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Großveranstaltungen wie die Fußball-EM lebten vom Vertrauen der Menschen in den Sport und in die Behörden, die ihn möglich machen.
„Dieses Vertrauen lassen wir nicht durch ein paar Einladungen und Eintrittskarten beschädigen. Der Verdacht wiegt schwer, und genau deshalb wird er konsequent aufgeklärt“, sagte Reul. Die Beschuldigten hätten bislang keine Gelegenheit gehabt, sich zu äußern. Es gelte die Unschuldsvermutung, hieß es weiter.66-Jähriger aus Gelsenkirchen im FokusAus Sicherheitskreisen hieß es, ermittelt werde gegen einen 66-jährigen Deutschen und einen 46-jährigen Franzosen. Zur Ausrichtung des Turniers war die Euro 2024 GmbH als Tochtergesellschaft der Uefa Events SA und der DFB Euro GmbH gegründet worden.










