PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsEin Bauteil ist die SchwachstelleHintergrund: Verschleiß im Vergleich Stand: 10:36 UhrLesedauer: 5 MinutenBei Reparaturen am E-Auto sind besondere Vorsichtsmaßnahmen nötigQuelle: VolvoWenig Wartung, kaum Verschleiß: Das Elektroauto hat viel weniger bewegliche Teile und kaum Flüssigkeits-Kreisläufe - das verspricht kostensparenden Betrieb. Was für Motor und Hochvolt-Akku gilt, ist jedoch an anderer Stelle des Stromers nicht so günstig. Und eine ganz klassische Pannenursache hat das E-Auto mit dem Verbrenner gemein. SP-X/München. Stromer versprechen ein langes sorgenfreies Auto-Leben; und sie halten das Versprechen: Eine Langzeit-Analyse von rund 30 Millionen britischen Hauptuntersuchungen zeigt beispielsweise, dass Elektroautos im Schnitt 18,4 Jahre alt werden; deutlich länger als Benziner. Die durchschnittliche Gesamtlaufleistung liegt bei 200.000 Kilometern, über dem Benziner-Schnitt von 187.000 Kilometern. Dieselfahrzeuge halten mit 257.000 Kilometern allerdings noch länger. Aber deren Wartung ist wegen Motoren mit zehnmal mehr Bauteilen und komplexer Getriebe, Abgasanlagen sowie Öl- und Kraftstoffkreisläufe prinzipiell viel aufwändiger.

Die verbreitete Annahme, ein Elektromotor verschleiße nicht, ist aber aus ingenieurwissenschaftlicher Sicht nicht haltbar. Der Verschleiß findet lediglich auf einer anderen physikalischen Ebene statt. Forschende kategorisieren die Hauptbelastungen unter dem Kürzel TEAM: Thermal, Electrical, Ambient und Mechanical. Besonders kritisch ist die Isolation der Wicklungen hauchfeiner Drähte im Stator. Durch extrem schnelle Spannungsanstiege können Spitzen von bis zu 1.800 Volt entstehen; und Teilentladungen, die die Isolationsmaterialien schleichend mürbe machen und letztlich zu Kurzschlüssen führen können.