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Ob Nagelsmann, Klopp oder Mister X: Auf dem Weg zur EM 2028 wird der künftige DFB-Coach keinen paradiesischen Spieler-Fundus vorfinden. Die Qualität ist begrenzt. Wer geht - und wer sollte bleiben?

Egal wer nach dem nächsten WM-Desaster Anfang September den ersten DFB-Kader für die Nations League nominieren wird: Er wird kein Personal-Paradies vorfinden. Ob immer noch Julian Nagelsmann, Jürgen Klopp oder Mister X - ein Kardinalproblem lässt sich beim Neuanfang Richtung Fußball-Europameisterschaft 2028 nicht mit einem Fingerschnipsen beheben: der Mangel an absoluten Qualitätsspielern im deutschen Fußball.

«Es ist simpel», sagte Abwehr-Routinier Antonio Rüdiger von Real Madrid nach dem frühen WM-Aus gegen ein absolutes Mittelmaß-Team wie Paraguay. «In den Momenten, in denen wir da sein müssen, sind wir nicht da - offensiv, defensiv.» Den Grund benannte der 33 Jahre alte Vize-Kapitän auch: «Fehlende Cleverness und fehlende Qualität, die andere Mannschaften haben.»

Im Land des viermaligen Weltmeisters Deutschland müssen sich Experten, Fans und DFB-Bosse eingestehen: Es gibt zu wenig Akteure von internationalem Topformat - und zu viele Scheinriesen. «Es fehlt an mehreren Ecken. Es fehlt die individuelle Klasse auf den meisten Positionen. Auf ganz wenigen haben wir sie», sagte Mats Hummels, Mitglied der letzten deutschen Weltmeister-Mannschaft von 2014, als Knallhart-Experte bei MagentaTV.