Maler Queyras, die ehemalige Bundeskanzlerin Merkel vor ihrem Staatsporträt: »Wir haben uns aufeinander eingelassen.«
Vor lauter blauem Blazer fällt die in ihm steckende Kanzlerin a.D. selbst erst einmal kaum auf. So in etwa lässt sich die Wirkung von Angela Merkels Staatsporträts zusammenfassen. Dieses Bildnis, das sie Dienstagabend in Anwesenheit des Künstlers präsentierte, ist gut gemeint. Ist es gut gemacht?
Der Blazer also, den Merkel auf diesem Gemälde trägt, nimmt nicht nur viel Platz ein, er bildet sogar das Zentrum der Komposition. Trotz seines kräftig königsblauen Tons (der in einer früheren Entstehungsphase sogar noch leuchtender gewesen sein soll!) erinnert er auch an einen Blaumann, er ist eher schlicht geschnitten. Merkel zwischen Queen und Vorarbeiterin, das ist so der erste Eindruck. Die reale Merkel scheint auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Gesamtbild. Sie hat eine kurze, fast leichtherzige Ansprache gehalten, ist aus dem Saal gegangen, kommt nun zurück, um ihre letzten Ehrengäste zum Empfang zu holen. Sie hat einen russischen Spruch auf den Lippen, wirkt wirklich bestens gelaunt.
Präsentation des Bildes im Berliner Bode-Museum: »Wir haben uns aufeinander eingelassen«











