Für den blauen Blazer auf dem Gemälde habe sich Merkel (CDU) entschieden, weil die Farbe etwas Starkes, Herrschaftliches habe. Deswegen hat sie sich anders als ihre Vorgänger auch im Stehen malen lassen – in leichter Überlebensgröße, bis zu den Knien, vor goldbraunem Hintergrund. Auf das Gesicht fällt ein starkes Licht, das die »Spuren der Macht« zur Geltung bringen soll, wie es heißt. Die Hände sind aber nicht zur Raute geformt. Die linke Hand liegt auf einer Sessellehne.

Der Künstler hatte sich bei Merkel schon 2022 handschriftlich beworben, musste dann aber drei Jahre auf den Auftrag warten, der sein Leben verändert habe, wie er heute sagt. »Ein Porträt wie dieses konnte nur da entstehen, wo Vertrauen herrscht«, sagte er. Er habe Merkel als Mensch, aber auch ihrer Amtszeit gerecht werden wollen. Sein Ziel sei es gewesen, Merkel so zu malen, dass man sie sofort erkennt, aber auch von einer neuen Seite kennenlernt.Adenauer fiel aus dem Rahmen, Schröder wurde zum Goldjungen – klicken Sie sich hier durch die offiziellen Kanzlerporträts: