Stand: 30.06.2026 • 21:32 Uhr
Angela Merkel hat nun auch ein Porträt für die Ahnengalerie im Kanzleramt. Das Werk des Freiburger Künstlers Jérémie Queyras wurde nun öffentlich vorgestellt, es hängt aber erstmal woanders.
Da steht sie im blauen Blazer vor einem golden-lichten Hintergrund und schaut uns an. Ernst sieht sie aus, deutlich ernster als die echte Angela Merkel bei dieser Vernissage ihres Porträts im Bode-Museum. Das Bild zeigt eine Frau, die mit sich zufrieden ist. Vielleicht ein bisschen mitgenommen von 16 Jahren Regierungszeit mit vielen Krisen. Ein Porträt im klassischen Sinne, wenig überraschend. Es sei denn, genau das ist die Überraschung: ein so junger Maler, und dann ein eher konventioneller Stil?
Es war spekuliert worden, wen die erste und einzige Kanzlerin, erste und einzige Ostdeutsche für ihr Porträt auswählen würde. Von Neo Rauch, dem berühmten Leipziger war die Rede oder von einer ostdeutschen Frau, Gabriele Stötzer, Cornelia Schleime - alles große Namen in der internationalen Kunstszene. Aber Merkel hat sich für den jungen unbekannten Deutsch-Franzosen Jèrèmie Queyras entschieden.
Künstler Jèrèmie Queyra: Porträtsitzungen mit der Altkanzlerin












