PfadnavigationHomePolitikDeutschlandEnthüllung in BerlinSo sieht das Merkel-Porträt für die Kanzler-Ahnengalerie ausStand: 19:21 UhrLesedauer: 2 MinutenMerkel (r.) mit Künstler Jérémy Queyras bei der Vorstellung des Gemäldes „Porträt der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel“ (VG BILD KUNST, Bonn 2026)Quelle: TOBIAS SCHWARZ/AFPBald soll das Bildnis von Angela Merkel in der Ahnengalerie des Bundeskanzleramtes hängen, zunächst aber bekommt die Öffentlichkeit das Werk im Berliner Bode-Museum zu sehen. Die CDU-Politikerin sieht den Vorgang mit gemischten Gefühlen.Im Berliner Bode-Museum ist am Dienstag in Anwesenheit von Angela Merkel (CDU) ein Porträt der früheren Bundeskanzlerin enthüllt worden. Gemalt wurde es von dem deutsch-französischen Maler Jérémy Queyras, der Merkel stehend und in einem blauen Blazer porträtierte. Das Werk ist 110 mal 140 Zentimeter groß und bis zum 4. Oktober im Bode-Museum zu sehen. Danach soll das Porträt im ersten Stock des Bundeskanzleramtes neben den anderen bisherigen Kanzlern ausgestellt werden. Merkel war von 2005 bis 2021 Bundeskanzlerin.Lesen Sie auchMerkel begegnet der Ehrung mit gemischten Gefühlen. „Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird“, sagte die 71-Jährige der Wochenzeitung „Die Zeit“ in einem vergangene Woche veröffentlichten Interview. Doch versuche sie, es mit Gleichmut zu nehmen: „Da häng’ ich dann eben.“Material und Maler hat laut „Zeit“ die Altbundeskanzlerin selbst bezahlt. Der heute 71-Jährigen sei es wichtig gewesen, dass das Bild ihr gehöre. Dementsprechend sei es sowohl im Bode-Museum als auch im Kanzleramt nur eine Leihgabe.Wie Merkel der „Zeit“ weiter sagte, hatte sich Queyras 2022 informell bei ihr beworben, das Porträt malen zu dürfen. Er sei dabei nicht der Einzige gewesen. Erst im Juni 2025, nach einer ersten Begegnung, habe sie sich für den Maler entschieden. Queyras wuchs dem Bericht zufolge in Freiburg auf, studierte Kunst in London und Paris und ist für den Porträt-Auftrag nach Berlin gezogen. Lesen Sie auchDie Idee einer „Ahnengalerie“ im Kanzleramt geht auf den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt (1918-2015) zurück. Ein Porträt von Merkels Nachfolger Olaf Scholz (SPD) steht noch aus.epd/AFP/säd