Die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Unterhaltungskonzerns Warner Bros. durch den Rivalen Paramount Skydance stößt auch in Großbritannien auf politischen Widerstand. Kulturministerin Lisa Nandy (46) teilte am Dienstag mit, ihre Regierung könnte wegen einer möglichen Beeinträchtigung des Wettbewerbs ein Veto gegen die Fusion einlegen. Paramount äußerte sich zuversichtlich, dass die Medienvielfalt nicht in Gefahr sei. Warner war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Paramount betreibt in Großbritannien den frei empfangbaren TV-Sender Channel 5, der auch Nachrichten ausstrahlt. Zu Warner gehört der Nachrichtensender CNN. Daneben betreiben die beiden Konzerne die Streamingdienste Paramount+ und HBO Max. Diese erreichen im Vergleich zum Branchenprimus jedoch nur geringe Marktanteile im Vereinigten Königreich.Die britische Kartellbehörde CMA hatte 2023 weltweit für Schlagzeilen gesorgt, als sie der milliardenschweren Übernahme des Videospiele-Entwicklers Activision Blizzard durch den Softwarekonzern Microsoft zunächst die Genehmigung verweigerte. Nach einigen Zugeständnissen gab sie dann doch grünes Licht.










