Die britischen Streitkräfte werden in den nächsten vier Jahren rund fünf Milliarden Pfund (etwa 5,75 Milliarden Euro) in unbemannte Waffensysteme investieren. Der britische Premierminister Keir Starmer, der nur noch wenige Wochen im Amt ist, präsentierte am Dienstag die Investitionsplanung für Rüstungsausgaben, die gegenüber ursprünglichen Ansätzen in den vergangenen Wochen verändert wurde.Die früheren Investitionsvolumen hatten vor zwei Wochen den Rücktritt des Verteidigungsministers John Healey bewirkt, der Starmer und der Finanzministerin Rachel Reeves vorwarf, sie seien nicht fähig und nicht willens, genügend finanzielle Mittel aufzubringen, um die Verteidigungsfähigkeit Großbritanniens in einer verschärften Bedrohungslage sicherzustellen.Drohnen für Luft und SeeDazu zählt die Entscheidung, statt einer neuen Generation von Flugabwehr-Zerstörern für die Royal Navy eine neuartige Klasse von Kriegsschiffen zu beschaffen, von denen aus Drohnen in der Luft, aber auch schwimmende und tauchende unbemannte Objekte gesteuert werden können. Die Royal Air Force soll Drohnen erhalten, die von bemannten Flugzeugen und Helikoptern aus gesteuert werden können.Die Gesamtsumme der Rüstungsausgaben für die nächsten vier Jahre hat sich gegenüber den Ansätzen vor zwei Wochen auf etwa 15 Milliarden Pfund (etwa 17 Milliarden Euro) erhöht. Der von den Streitkräften ermittelte Bedarf zur Finanzierung aller in Aussicht genommenen Rüstungsprogramme hatte allerdings mehr als 30 Milliarden Euro betragen.General Richard Barrons, einer der Autoren des vor einem Jahr veröffentlichten Weißbuches der Streitkräfte, sagte dem Sender BBC, die Investitionsplanung enthalte einen beträchtlichen innovativen Teil, jedoch sei mehr Geld nötig, um die militärische Sicherheit Großbritanniens zu gewährleisten. Barrons sagte weiter, das Vereinigte Königreich bleibe mit diesem Investitionsrahmen hinter den europäischen NATO-Verbündeten zurück, die „viel mehr Mittel viel schneller ausgeben, um ihre Streitkräfte zu ertüchtigen und zu erneuern“.Großbritannien sei „ziemlich am Ende“ der Investitionsanstrengungen, sagte Barrons. „Wir halten nicht Schritt mit unseren Alliierten, und wir halten sicher nicht Schritt mit unseren Gegnern.“Die Parteichefin der oppositionellen Konservativen, Kemi Badenoch, nannte die von Starmer präsentierte Investitionsplanung „schwach“. Sie enthalte „kaum die Hälfte dessen, was die Streitkräfte brauchen“. Badenochs Vorschlag lautet: „Wir müssen die Sozialkosten kürzen, um unsere Streitkräfte finanzieren zu können.“
Großbritannien investiert doch mehr Geld in Rüstung
Der britische Verteidigungsminister trat zurück, weil ihm die Investitionen in Rüstung zu niedrig waren. Nun stellt der scheidende Premierminister Starmer doch mehr Geld bereit.











