Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt vor den finanziellen Risiken, die aus dem aktuellen Investitionsboom rund um KI erwachsen könnten. In ihrem Jahresbericht zieht die BIZ Parallelen zu historischen Boomphasen wie der britischen Eisenbahn-Manie in den 1840er Jahren, dem Elektrifizierungsrausch der späten 1920er und dem Dotcom-Boom der späten 1990er. In diesen Fällen habe es einen technologischen Durchbruch gegeben, der mehr Kapital anzog, als sich durch kommerzielle Erträge tatsächlich rechtfertigen ließ. Auf die Boom-Episoden seien dann ein Investitionsrückgang und gesamtwirtschaftliche Rezessionen gefolgt.
Laut Schätzung der BIZ werden die fünf größten Hyperscaler von 2025 bis 2026 voraussichtlich über eine Billion US-Dollar für KI-bezogene Investitionen ausgeben. Dabei gehen sie Verpflichtungen ein, die ihre Gewinne und den freien Cashflow übersteigen, und verschulden sich in großem Ausmaß an den Anleihemärkten für weiteres Kapital. Der Wettbewerb laufe mit hoher Intensität, weshalb die Unternehmen Gefahr laufen, zu viele Ressourcen in Projekte mit ungewisser Rendite zu stecken. Das mache anfällig für Enttäuschungen. Angesichts steigender Ausgaben, sinke aber auch die Möglichkeit, damit noch Nettogewinne einzufahren. Der Boom könnte in eine Investitionszurückhaltung umschlagen mit weitreichenden finanziellen Folgen.










