Mann beißt in Burger: Stanfords KI soll Rezepte erstellen können, die nicht nur lecker sind, sondern auch gesund
Künstliche Intelligenz (KI) kann so manches: in der Medizin Krankheiten erkennen, im Alltag knifflige Fragen beantworten oder Witze erzählen. Nun haben Forscher der kalifornischen Stanford University eine KI entwickelt, die für jeden Geschmack das optimale Hamburgerrezept zusammenstellen soll. Ob dabei ein Pilz-Burger, ein Bohnen-Burger, ein Fisch-Burger oder ein klassischer Hamburger herauskommt, hängt ganz von den Präferenzen der Nutzer ab – etwa in Bezug auf Geschmack, Nachhaltigkeit und Nährstoffgehalt.
Letztlich haben die KI-Rezepte sogar einen Praxistest mit Restaurantbesuchern bestanden, wie das Forschungsteam im Fachjournal »npj Science of Food« dokumentiert . Die KI habe »nicht nur akzeptable Burger-Rezepte erstellt, sondern sie schuf Burger, die echte Menschen genießen«, schreibt die Biotechnik-Ingenieurin Ellen Kuhl in einer Stanford-Mitteilung. »Das mag simpel klingen, bedeutet aber, dass das Modell gelernt hat, wie Nahrung für den menschlichen Gaumen reizvoll wird.« Das sei keineswegs trivial.
Mit Tausenden Rezepten trainiertDer moderne Hamburger sei im späten 19. Jahrhundert als simple Kombination von Hackfleisch und Brot entstanden, schreibt Kuhl im Fachblatt »Computer Methods in Applied Mechanics and Engineering «. Zwar würden inzwischen allein in den USA pro Jahr 50 Milliarden Hamburger verspeist, aber die Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Zutaten seien weitgehend unerforscht.










