Wadephul pocht auf freie Schiffspassage durch Straße von HormusNach dem Treffen mit seinem amerikanischen Kollegen Marco Rubio hat Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf eine freie Schiffspassage durch die Straße von Hormus gepocht. „Jetzt kommt es darauf an, eine tragfähige Lösung zur sicheren, freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erreichen“, schrieb Wadephul am Dienstag auf der Plattform X mit Blick auf die laufenden Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenslösung zwischen den USA und dem Iran.Auch die Frage des iranischen Atomprogramms müsse gelöst werden, schrieb Wadephul. Von dem Programm dürfe „keine Gefahr mehr ausgehen“. Die nun laufenden Verhandlungen seien „ein wichtiger Schritt“ und eröffneten „eine Chance für Diplomatie in einer weiter fragilen Lage“. Laut dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump werden die Verhandlungen mit dem Iran am Dienstag in Katar fortgesetzt. Teheran habe um das Treffen gebeten, schrieb Trump am Montag auf Truth Social. „Es findet morgen in Doha statt“, fügte er hinzu. Dem Sender CNN zufolge ist Trumps Sonderberater Steve Witkoff auf dem Weg nach Qatar. Iran hatte zuvor bestritten, dass neue Gespräche geplant seien. Robert DikomeitWadephul nach Treffen mit Rubio: USA und Iran verhandeln in DohaBundesaußenminister Johann Wadephul bestätigt, dass die USA und Iran am Dienstag ihre Gespräche fortsetzen. „Beide Seiten wollen morgen in Doha weiterverhandeln“, sagt Wadephul in Washington nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio. Dabei solle es vor allem um eine sichere Passage durch die Straße von Hormus gehen. Wadephul bestätigt zudem, dass sich die Regierungen in Washington und Teheran auf einen Waffenstillstand verständigt hätten. Treffen sich Iran und die USA morgen in Doha?Vertreter der USA und des Irans werden sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump an diesem Dienstag in Qatars Hauptstadt Doha treffen. „Iran hat um ein Treffen gebeten“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Angaben etwa zum Ziel der Gespräche machte Trump nicht. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, ergänzte in einem Interview mit dem Sender Fox News, dass die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner an dem Treffen mit Vertretern Irans teilnehmen. Sie reisten für ranghohe Gespräche über die jüngste Absichtserklärung nach Qatar. Zudem sollen technische Verhandlungen stattfinden. Erst kurz zuvor hatte Iran noch Berichte über einen möglichen weiteren aktuellen Verhandlungstermin mit den USA zurückgewiesen. Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, „sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde“, sagte Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. In dieser Woche seien keine Treffen der Arbeitsgruppen geplant, Konsultationen würden über Vermittler jedoch fortgesetzt, sagte Gharibabadi. Mehrere amerikanische Medien hatten berichtet, dass sich beide Seiten an diesem Dienstag in Doha treffen wollten, um ihren Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus beizulegen. Sechs Milliarden Dollar eingefrorener Gelder werden freigegeben Nach einer Einigung mit den USA zur Aufhebung von Sanktionen im Öl- und Petrochemiesektor werden nach Angaben aus Teheran sechs Milliarden von insgesamt zwölf Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Geldern aus Qatar freigegeben. Dies sagte der iranische Präsident Massoud Peseschkian staatlichen Medien zufolge. Iran und Oman beraten über Zukunft der Straße von Hormus Iran und Oman haben erstmals in einem gemeinsamen Ausschuss über die Straße von Hormus beraten. Das Treffen des Gremiums fand in der omanischen Hauptstadt Maskat statt, wie der iranische Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi auf der Plattform X mitteilt. Demnach tauschten sich Vertreter beider Staaten über die Souveränitätsrechte der Golf-Anrainer aus. Zudem sei über die künftige Verwaltung der für den internationalen See- und Öl-Handel wichtigen Meerenge gesprochen worden. Basis dafür sei das Mitte Juni von den USA und dem Iran vereinbarte Rahmenabkommen. Erst am Freitag war das Rahmenabkommen zwischen Libanon und Israel geschlossen worden, das einen Ausweg aus der bewaffneten Konfrontation zwischen Israel und der Hizbullah eröffnen soll. Heute gab es abermals Einsätze der israelischen Armee gegen die von Iran unterstützte Miliz im Süden Libanons. Warum trotz Abkommen das Schwerste noch bevorsteht, wie ein libanesisches Medium schrieb, lesen Sie hier. Fabian DrahmouneBahrain bestätigt iranische AngriffeDer Golfstaat Bahrain hat die jüngsten Angriffe Irans mit Drohnen und Raketen bestätigt. Das Außenministerium in Manama sprach von einer „gefährlichen Eskalation“, die einem „bewussten Muster wiederholter Angriffe“ gegen das Land folge. Iran halte an seinem Kurs fest und sei mit Blick auf das Rahmenabkommen mit den USA über ein Ende der Gewalt „allein verantwortlich“ dafür, die noch bleibenden Chancen auf eine Deeskalation zu untergraben.Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) griffen nach eigenen Angaben Ziele in Bahrain sowie Kuwait an. Man habe Infrastruktur des US-Militärs in beiden Ländern zerstört, hieß es in einer Mitteilung. In Bahrain seien Ziele des wichtigen US-Marinestützpunkts getroffen worden.In Bahrain heulten mehrfach die Alarmsirenen. Das Innenministerium rief die Einwohner über die Plattform X auf, ruhig zu bleiben und sich in Sicherheit zu begeben. Ein Wohngebäude wurde im Zuge des Angriffs beschädigt, wie das Innenministerium mitteilte. Tote habe es nicht gegeben.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: Wadephul: Von Irans Atomprogramm darf „keine Gefahr“ mehr ausgehen | FAZ
Außenminister bestätigt Waffenstillstand und Verhandlungen am Dienstag +++ US-Gesandter Witkoff nach Qatar aufgebrochen +++ Eingefrorene iranische Gelder freigegeben +++ alle Entwicklungen im Liveblog










