PfadnavigationHomePolitikAuslandKrieg in NahostTrump kündigt neue Iran-Gespräche an – Teheran wirft Frankreich „Provokationen“ vorStand: 22:40 UhrLesedauer: 3 MinutenUS-Präsident TrumpQuelle: AP Photo/Jacquelyn MartinDie Lage im und um den Iran bleibt angespannt. Nun will Teheran laut US-Präsident Donald Trump neue Gespräche. Derweil weist der Iran französische Aussagen zu einer internationalen Minenräumungsoperation brüsk zurück.Vertreter der USA und des Irans werden sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump an diesem Dienstag in Katars Hauptstadt Doha treffen. „Der Iran hat um ein Treffen gebeten“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Angaben etwa zum Ziel der Gespräche machte Trump nicht.Später sagte Trump im Weißen Haus, sein Team sei bereits abgereist oder sei im Begriff, das zu tun. „Das Treffen in Doha wird vielleicht wichtig sein, vielleicht auch nicht.“Zuvor hatte der Iran noch Berichte über einen möglichen weiteren aktuellen Verhandlungstermin mit den USA zurückgewiesen. Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, „sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde“, sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. „Das Abhalten von technischen Sitzungen der Arbeitsgruppen ist für diese Woche nicht geplant.“ Konsultationen würden über Vermittler jedoch fortgesetzt, sagte Gharibabadi.Lesen Sie auchDas US-Portal „Axios“ berichtete jüngst, dass sich beide Seiten an diesem Dienstag in Doha treffen wollen, um ihren Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus beizulegen. Am Wochenende war der Konflikt zwischen den USA und dem Iran mit gegenseitigen Angriffen neu aufgeflammt. Erst vor knapp zwei Wochen hatten die Kriegsparteien ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Iran wirft Frankreich „Provokationen“ vorIran weist derweil eine internationale Beteiligung an der Minenräumung in der Straße von Hormus entschieden zurück. Gharibabadi erklärte auf der Plattform X, der von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagene Einsatz mit Partnerstaaten verstoße gegen das bestehende Rahmenabkommen. Dieses sehe vor, dass die Verantwortung für die Minenräumung ausschließlich bei Iran liege, so der Vizeminister.Lesen Sie auchLaut Gharibabadi werde Teheran eine gemeinsame Operation niemals zulassen. Zudem warf er Paris vor, mit solchen Initiativen die ohnehin angespannte Lage in der strategisch wichtigen Meerenge im Persischen Golf durch zusätzliche „Provokationen“ weiter zu belasten.Macron sprach beim Besuch des Sultans von Oman, Haitham bin Tarik, in Paris, auch über die Straße von Hormus. „Wir haben beschlossen, gemeinsam mit unseren Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitzuwirken, um die Seewege zu sichern und eine freie und bedingungslose Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten“, teilte Macron nach dem Treffen auf X mit.Der Élysée-Palast veröffentlichte im Anschluss auch eine gemeinsame Erklärung, in der es hieß: „Die beiden Staatschefs betonten die Bedeutung der Wiederöffnung der Straße von Hormus und bekräftigten ihr Bekenntnis zur freien Schifffahrt ohne Bedingungen oder Einschränkungen, insbesondere zum Recht auf Transitdurchfahrt gemäß dem Seerecht. Die beiden Staatschefs kamen überein, mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um sich künftig für die Freiheit der Schifffahrt einzusetzen und gemeinsame Minenräumungsmaßnahmen durchzuführen.“Auf Nachfrage präzisierte der Élysée-Palast nicht näher, ob Oman sich bereit erklärt habe, die von Frankreich und Großbritannien angeschobene Initiative zu einer internationalen Marine-Mission in der Straße von Hormus nach Ende aller Kampfhandlungen zu unterstützen, oder ob es darüber hinausgehende Pläne von Frankreich und Oman gibt.Durch die nur rund 40 Kilometer breite Meerenge werden etwa 20 Prozent des globalen Rohöls transportiert. Eine Blockierung – sei es durch militärische Eskalation, Minen oder gezielte Störungen der Schifffahrt – hätte unmittelbare Folgen für die Weltwirtschaft.dpa/säd
Krieg in Nahost: Trump kündigt neue Iran-Gespräche an – Teheran wirft Frankreich „Provokationen“ vor - WELT
Die Lage im und um den Iran bleibt angespannt. Nun will Teheran laut US-Präsident Donald Trump neue Gespräche. Derweil weist der Iran französische Aussagen zu einer internationalen Minenräumungsoperation brüsk zurück.






