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Kohorten der Empörung rüsten sich gegen Politiker und ihre Verwendung Künstlicher Intelligenz beim Erstellen von Reden, Pressemitteilungen oder parlamentarischen Stellungnahmen. Begriffe wie „Täuschung“, „Manipulation“ oder „geistige Faulheit“ stehen im Raum. Der Vorwurf lautet: Wer Texte von einer Maschine schreiben lässt, denkt nicht mehr selbst. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die deutscheste der deutschen Diskussionen um Zukunftstechnologien sich jetzt an der Künstlichen Intelligenz abarbeitet.
Die Sensibilität der Öffentlichkeit kommt indes nicht von ungefähr. Die Bundesrepublik hat in den vergangenen 20 Jahren eine bemerkenswerte Serie von Plagiatsaffären erlebt. Minister, Abgeordnete und Spitzenpolitiker verloren akademische Titel oder politische Ämter, weil sie fremde Gedanken übernommen hatten, ohne deren Herkunft offenzulegen. Diese Fälle erschütterten nicht nur das Vertrauen in einzelne Personen, sondern auch die Vorstellung, dass politische Verantwortung mit persönlicher Leistung und intellektueller Redlichkeit verbunden sein sollte.









