Dies ist ein Open-Source-Beitrag. Die Berliner Zeitung und die Ostdeutsche Allgemeine geben allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten.

Erstens: Wenn Texte nur dann „authentisch“ sind, wenn sie von Hand geschrieben sind, müsste konsequenterweise auch ein Kabelgraben nur dann etwas zählen, wenn er von Hand gestochen wurde? Gut, können wir einwenden, gedankliche Leistungen sind in der Regel weniger genormt als Kabelgräben. Aber gilt ein Text tatsächlich nur als „authentisch“, wenn er sich auf Gedanken und Textstellen aus externen Quellen bezieht, wenn diese aus der Handbibliothek der Bücherei entnommen wurden? Das wäre doch nicht nur unpraktisch, sondern verkennt die Natur des Werkzeuges generell.

So, wie der Bagger den Menschen nicht schwächer macht, sondern wirksamer, so macht die KI den Autor wirksamer, weil er sich der Muster seiner „Ahnen“ bedient. Das macht er maschinell, in Bruchteilen von Sekunden. Früher machte er es im Kreis seiner Ahnen am Lagerfeuer und in stundenlangen Debatten ebenso.

Die Frage ist doch weniger, woher die Quellen stammen, als vielmehr, womit man sich identifiziert und zu welchen Aussagen man sich bekennt.