Randale an der Kantonsschule Wettingen: Kanti Baden bestraft 17 SchülerWochen nach dem eskalierten Maturastreich zieht die Schule Bilanz: Gegen 17 Jugendliche wurden disziplinarische Massnahmen verhängt.29.06.2026, 15.58 Uhr2 LeseminutenDie Eindringlinge verstreuten unter anderem Bücher über das Dach der Kanti Wettingen, die sich in einem ehemaligen Kloster befindet.PDsla. Es begann als traditionelle Fehde zwischen den Kantonsschulen Wettingen und Baden und endete im Chaos: Mitte Mai stürmten vierzig bis fünfzig teilweise vermummte, schwarz gekleidete Jugendliche die Abschlussfeier der Maturaklassen im ehemaligen Kloster Wettingen. Die Angreifer bewarfen Schülerinnen und Schüler mit Mehl, Essig und Eiern, zündeten Böller, beschädigten Einrichtungen und verletzten eine Schülerin am Gehör.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Am Pfingstwochenende kam es erneut zu Sachbeschädigungen an der Kanti Wettingen. Auf dem Ziegeldach des denkmalgeschützten Kreuzgangs sowie in der Mediothek wurden Bücher verstreut. Die Aktionen gingen weit über herkömmliche Maturastreiche hinaus und lösten landesweit Empörung aus.Bereits kurz nach den Vorfällen bestätigte Daniel Franz, der Rektor der Kanti Baden, dass es sich bei den Unruhestiftern um Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Baden gehandelt habe. Nun gibt Franz gegenüber der «Aargauer Zeitung» bekannt, dass man dank Videoaufnahmen rund 20 bis 25 Personen eruiert habe, die mit ihrem Verhalten gegen die Schulordnung der Kanti Baden verstossen hätten. 17 von ihnen konnten eindeutig als Badener Kantischüler identifiziert werden.Für 8 Schüler war die Maturafeier gestrichenGegen diese 17 Personen – 16 Schüler und 1 Schülerin – wurden disziplinarische Massnahmen verhängt, wie Franz gegenüber der «Aargauer Zeitung» ausführt.Die Strafen fallen je nach Schultyp und Vorgeschichte unterschiedlich aus: Sechs Schüler der Wirtschafts- und Informatikmittelschule, die nach den Sommerferien ein Praktikum beginnen, erhielten eine Androhung der Wegweisung. Zwei Gymnasiasten leisteten an zwei Halbtagen Arbeitseinsätze an der Kanti Wettingen. Acht Maturanden wurden von der Maturafeier ausgeschlossen.Ein Randalierer, gegen den die Schule die sofortige Wegweisung beantragt hatte, wehrte sich juristisch erfolgreich. Da er alle Prüfungen bereits abgelegt hatte, erhält er sein Maturazeugnis dennoch.Passend zum Artikel