Als der Sänger, Musiker und Songwriter Sting im Januar im Rijksmuseum in Amsterdam auftrat, für exklusiv Geladene direkt vor Rembrandts „Nachtwache“ einige Hits sowie Ausschnitte aus dem Musical „The Last Ship“ aufführte, dabei zeitweise auf einer Gitarre aus dem 17. Jahrhundert spielte – da waren wirklich alle Argumente vereint, mit denen viele dem inzwischen 74-Jährigen vorwerfen, sich vom neonblonden New-Wave-Vordenker zum prätentiösen Geschmackskünstler entwickelt zu haben. Allerdings: Das Museumskonzert, das man in der Arte-Mediathek ansehen kann, ist großartig und ernsthaft anrührend. Nun ist es auch als Album erschienen („The Night Watch“), ein Schnelldurchlauf durch Stings farbenfrohe Karriere. Gordon Sumner, wegen seiner gestreiften Pullis Sting genannt, wurde vom England der Siebziger aus mit der Band The Police zum Weltstar, startete 1985 als Solomusiker. Er hat rund 100 Millionen Alben verkauft, 17 Grammys gewonnen und mit seiner Regenwaldstiftung den modernen Rockstar-Charity-Modus erfunden. Das Interview findet via Zoom statt, Sting sitzt in seiner New Yorker Wohnung und weist am Anfang kurz und stolz auf den schönen Basquiat hin, der an der Wand hinter ihm hängt.
Sting im Interview: „Ich bin schlauer, als ich aussehe“
Was macht ein gutes Liebeslied aus? Der Songwriter Sting kennt sich aus. Ein Gespräch darüber, wie aus Erfahrung Philosophie geboren wird.








