39 Grad in der Schweiz, 41,7 Grad in Deutschland – in Europa purzeln die HitzerekordeDeutschland hat die wärmste Nacht seit Messbeginn erlebt, und auch in der Schweiz sind Höchstwerte laufend übertroffen worden. Für die kommende Woche werden wieder etwas tiefere Temperaturen erwartet.28.06.2026, 19.15 Uhr3 LeseminutenUm der Hitze zu entfliehen, blieb vielen nur der Besuch im Schwimmbad (Bild: Frankfurt am Main).Michael Probst / APDie Hitze hatte Europa im Griff. In der Nacht von Samstag auf Sonntag war es in Deutschland so warm wie noch nie. Laut den Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fiel die Temperatur in Kubschütz im Bundesland Sachsen nicht unter 29,4 Grad Celsius. Bisher hatte der Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz diesen Rekord gehalten. Im Hitzesommer 2003 sanken dort die Temperaturen nachts nicht unter 27,2 Grad.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Mit 41,7 Grad wurde am Sonntag in Deutschland auch tagsüber ein Hitzerekord verzeichnet. Der bisherige Rekord mit 41,5 Grad stammte erst gerade vom Samstag. Wer sich in Berlin spontan in einem Schwimmbad abkühlen wollte, hatte Pech: Laut Medienberichten haben die Freibäder in der deutschen Hauptstadt den Ticketverkauf am Wochenende wegen des grossen Andrangs gestoppt.Sanitäter in Basel stark gefordertAuch in der Schweiz löste ein Temperaturrekord den anderen ab. An der Messstation Basel-Binningen hat Meteo Schweiz am Samstag 39 Grad Celsius gemessen – erst am Vortag hatte es in Basel einen Rekord bei der Tagestemperatur gegeben. So heiss war es seit Beginn der Messungen im Jahr 1897 laut den Meteorologen noch nie.In Basel, wo am Wochenende das Eidgenössische Jodlerfest stattfand, hatte die Sanität drastisch mehr zu tun als üblich. Zwischen Freitag und Sonntag wurden gegen 300 Einsätze verzeichnet. Obwohl bereits zusätzliche Teams eingeplant waren, reichten die Kapazitäten der Sanität nicht aus, und es mussten gemäss einer Mitteilung des Justiz- und Sicherheitsdepartements am Samstag nochmals drei und am Sonntag fünf weitere Teams zusätzlich aus der Freizeit aufgeboten werden. Ausrücken musste die Sanität vor allem wegen kreislaufbedingter Beschwerden wie Kollapsen, Erschöpfung oder Herzproblemen.Die Hitze machte an verschiedenen Orten auch der Infrastruktur zu schaffen. So kam es aufgrund der hohen Temperaturen auf der A 3 beim Walensee erneut zu Rissen im Betonbelag.Sonnenschirme bieten Schutz beim Schlangestehen (Bild: London).Kirsty Wigglesworth / APAuch aus weiteren europäischen Ländern wurden über das Wochenende neue Hitzerekorde gemeldet. So beispielsweise aus Dänemark, Polen und Tschechien.Der Wetterexperte Jörg Kachelmann prophezeite in den Tamedia-Zeitungen, dass auch in der Schweiz Temperaturen von 45 Grad oder mehr möglich seien. Dies etwa dann, wenn sich Heissluftmassen über Südwestfrankreich dereinst noch weiter ostwärts Richtung Schweiz bewegen würden.Mehr Todesfälle in FrankreichAus Frankreich kam am Wochenende die Meldung, dass das Land seit dem 23. Juni ungefähr tausend Todesfälle mehr verzeichnet habe als im selben Zeitraum in den Monaten April und Mai. Die Zahlen beziehen sich auf sämtliche Todesursachen.Eine besonders grosse Zunahme habe es bei den Todesfällen zu Hause gegeben, teilte Santé publique France am Sonntag mit. Tatsächlich dürften es aber laut der Gesundheitsbehörde noch mehr Fälle sein, da noch nicht alle Daten vorlägen.In Vilnius, der Hauptstadt von Litauen, bietet ein Brunnen in Form riesiger Duschköpfe Abkühlung.Mindaugas Kulbis / APZunächst schwül und dann weniger heissZumindest für den Moment dürften jedoch die sich täglich übertreffenden Temperaturrekorde vorbei sein. Bereits am Sonntagabend sorgten verschiedentlich Niederschläge für einen Temperaturumschwung. Zum Teil kam es auch zu Unwettern.Der SRF-Meteorologe Christoph Siegrist sagt für die Schweiz ab Dienstag Tagestemperaturen von unter 30 Grad voraus. Auch die Nächte dürften mit Tiefsttemperaturen von 16 Grad wieder erträglicher werden. Allerdings müsse man sich zunächst noch auf einen unangenehm schwülen Montag einstellen, weil die Luftfeuchtigkeit höher sei als in der vergangenen Woche.Passend zum Artikel
In Europa purzeln die Hitzerekorde
Deutschland hat die wärmste Nacht seit Messbeginn erlebt, und auch in der Schweiz sind Höchstwerte laufend übertroffen worden. Für die kommende Woche werden wieder etwas tiefere Temperaturen erwartet.











