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Ronja von Rönne ist nicht nur Journalistin für Medien wie die Zeit und die Welt am Sonntag, Moderatorin für Formate wie „Streetphilosophy“ und „Unhappy“ bei Arte und Podcasterin bei „Rönne & Rammstedt. Uns fragt ja keiner“, sondern auch eine versierte und gefeierte Schriftstellerin. Allerdings: Nach eigenen Angaben ist sie emotional häufig am Limit, wenn sie an einem neuen Buch sitzt. Ein solches hat sie mit „Alles Liebe“ nun zum Glück fertiggestellt, es erscheint am 2. Juli. Und wenn man weiß, wie sehr von Rönne auf dem Weg dorthin gelitten hat, fühlt man sich fast gezwungen, es zu lesen. Ihr zuliebe. Wegen der Opfer, die sie dafür gebracht hat. Doch die gute Nachricht ist: Es lohnt sich auch. Wir haben mit ihr im Interview aber nicht nur über das neue Buch, sondern auch über Ängste, Skandale und unerfüllbare Ansprüche an sich selbst gesprochen.
Frau von Rönne, ich falle mal direkt mit der Tür ins Haus: Ich habe Ihre Danksagung am Ende des Romans gelesen, die Sie selbst weniger als Danksagung denn als Entschuldigung beschreiben. Warum?Weil ich eine absolute Zumutung bin, wenn ich schreiben muss. Weil ich in Momenten, in denen ich nicht schreibe, sondern mit der Familie grille, trotzdem schlecht drauf bin, weil ich am Tag zuvor nicht geschrieben, sondern gezweifelt habe. Ich habe dieses Buch erst zerdacht, bevor ich es erfunden habe. Ich habe Tage, Wochen verschwendet, mir über ein Buch Sorgen zu machen, das ich nicht geschrieben habe.








