Der eine steht morgens um acht Uhr schon quietschfidel in der Kaffeeküche und hat gefühlt schon die Hälfte aller To-dos für den Tag absolviert, während andere sich zu dem Zeitpunkt erst mühsam aus dem Bett gequält haben und sich nur zur Hälfte anwesend fühlen: Menschen unterscheiden sich in ihrem Biorhythmus, doch die Arbeitswelt mit festgelegten Arbeitszeiten nimmt darauf nur bedingt Rücksicht.Anzeige
Dabei hat eine Studie, veröffentlicht in Frontiers of Psychology, gezeigt, dass sowohl die Quantität als auch die Qualität des Schlafs ein entscheidender Faktor für die tägliche Funktionalität und die Gesundheit der Mitarbeitenden sind. So leidet bei Schlafmangel die Reaktionsfähigkeit, die Entscheidungsfindung und das Stressmanagement erheblich. Die gute Nachricht ist: Anpassungen sind möglich, damit Mitarbeitende und Arbeitgeber profitieren.
Was versteht man unter Chronoworking?
Wenn innere Uhr und äußere Arbeitszeiten nicht zusammenpassen, spricht die Forschung auch von einem „sozialen Jetlag“. Chronoworking setzt genau bei diesem Problem an. Die Idee ist, den eigenen Arbeitsalltag auf den persönlichen Biorhythmus anzupassen – natürlich in dem Maße, in dem es geht.Anzeige
Im Schichtbetrieb ist Chronoworking zwar deutlich schwieriger umzusetzender als im Büro, aber auch das ist möglich. Die Klinik Wartenberg in Bayern bietet ihren Mitarbeitenden beispielsweise an, ihren Chronotyp kostenlos zu bestimmen. Durch eine Betriebsvereinbarung können Mitarbeitende hier einfordern, dass bei der Schichtplanung auf ihren individuellen Chronotyp Rücksicht genommen wird. Norman Daßler, Leiter im Controlling der Klinik, hat das Angebot von Anfang an begleitet: Er berichtet auf Nachfrage von t3n, dass Mitarbeitende, die am Projekt teilnehmen und die Arbeit nach ihrem Chronotyp gestalteten, zufriedener und fitter waren – auch gesundheitliche Probleme verbesserten sich, dadurch, dass Menschen bewusster auf sich Acht gaben.









