Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft bei der WM im Sechzehntelfinale auf Paraguay. Durch den Sieg Spaniens gegen Uruguay herrscht für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann nun endgültig Klarheit über den Gegner im ersten K.-o.-Duell. Das Spiel gegen die Südamerikaner findet am Montagabend (22.30 Uhr MESZ) im amerikanischen Foxborough nahe Boston statt.Schon vor dem 1:2 gegen Ecuador im abschließenden Vorrundenspiel stand das deutsche Team als Sieger der Gruppe E fest und musste auf einen Gruppendritten als Gegner für die Runde der letzten 32 warten. Für die Verteilung der Gruppendritten gab es aufgrund des komplexen WM-Modus insgesamt 495 Szenarien – alle verbliebenen ergeben nun schon vor Abschluss der kompletten Vorrunde Paraguay als deutschen Gegner. Schottland und Schweden fielen als letzte mögliche Alternativen heraus.Und auch der weitere Weg durch das Turnier bei einem möglichen Sieg steht schon fest. Sollte Deutschland weiterkommen, geht es gegen den Sieger der Partie zwischen Topfavorit Frankreich und Schweden, die am Dienstag (23.00 Uhr/MESZ) in East Rutherford aufeinandertreffen. Die Franzosen um Superstar Kylian Mbappé haben die Vorrunde mit drei Siegen beendet und am Freitag zum Abschluss mit 4:1 gegen eine B-Elf von Norwegen gewonnen.Zu einem Duell mit dem Weltmeister von 2018 würde es am 4. Juli in Philadelphia kommen. Frankreich stand vor vier Jahren in Qatar im Endspiel und erreichte vor zwei Jahren bei der EM in Deutschland das Halbfinale. Die Offensive um Mbappé, Bayerns Michael Olisé und Champions-League-Sieger Ousmane Dembélé von Paris Saint-Germain ist die wertvollste des Turniers.In einem möglichen Viertelfinale ginge es gegen die Niederlande, Marokko, Ko-Gastgeber Kanada oder Südafrika. (dpa)Nationalspieler Deniz Undav kann seinem späten Durchbruch als Profifußballer auch positive Seiten abgewinnen. „Es war ein sehr harter Weg, der aber auch viel Spaß gemacht hat“, sagte der 29-Jährige, der als Jugendlicher eine Ausbildung zum Maschinenführer absolviert hatte, am Rande der WM bei DFB-TV: „Ich habe viele Facetten im Leben gesehen. Ich bin froh, dass ich es so geschafft habe und nicht gezüchtet worden bin.“Undav hatte in seinen jungen Jahren in einer Fabrik gearbeitet, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, während er gleichzeitig als Amateurfußballer unterwegs war. „Es hat sich nicht so schlimm angefühlt. Ich bin um 4.00 Uhr aufgestanden, um 4.30 zur Bushaltestelle gegangen, mit dem Bus 40 Minuten gefahren, dann 35 bis 40 Minuten zu Fuß zur Firma ins Industriegebiet. Später wieder der Weg zurück – irgendwo was essen, Sachen packen, zum Training. Zwei Jahre lang“, erzählt er.Undav hatte den Durchbruch erst über Umwege geschafft, bis 2020 spielte er noch beim SV Meppen. Zuvor schien eine Profikarriere weit weg. „Fußball war und ist mein Leben. Ich wollte aus Spaß weiterspielen. Ich habe gedacht: 2000 Euro mit dem Job, 600 bis 700 Euro mit dem Fußball, dann habe ich ein brutales Leben“, erzählt er nun.Bei der WM führte der Stuttgarter das DFB-Team als Joker mit drei Toren zum Gruppensieg. Eine Entwicklung, die lange Zeit nicht denkbar war. „Der Traum war es nicht mehr, ich habe gar nicht daran geglaubt. Ich dachte, ich spiele noch 14, 15 Jahre auf dem Niveau, bekomme vielleicht irgendwann 1200 Euro und mache meinen Job weiter“, sagte er. (sid)Als der WM-Showdown mit dem „Schwergewicht“ Deutschland perfekt war, wich der Frust der Vorrunde in Paraguay einer grenzenlosen Vorfreude. „Der Traum geht weiter. Jetzt beginnt das Turnier erst so richtig“, schrieb die Asunción Times über das anstehende K.-o.-Duell mit dem „traditionellen Mitfavoriten“ aus Europa. Der Rumpelfußball der Gruppenphase, die Kritik an Trainer Gustavo Alfaro? Abgehakt, es gibt Wichtigeres.Ecuador hat schließlich vorgemacht, dass auch kleine Nationen aus Südamerika das große Deutschland schlagen können. Das sieht auch Coach Alfaro so. „Natürlich wird es schwer, einen der Top-Favoriten auszuschalten. Aber es ist nicht unmöglich. ‚Unmöglich‘ gibt es nicht. Wir werden mit Gelassenheit in die Partie gehen“, hatte der 63-Jährige schon nach dem 0:0 gegen Australien zum Abschluss der Gruppenphase gesagt.Die Nullnummer hatte durchaus für Kritik gesorgt, die Pressekonferenz nach dem Spiel sei „zeitweise angespannt“ verlaufen, schrieb die Zeitung Ultima Hora. Schon das 1:4 gegen die USA und das eher schmeichelhafte 1:0 gegen die Türkei hatten in der Heimat nicht gerade für Begeisterung gesorgt. Alfaro sah sich prompt zu einer Verteidigungsrede veranlasst.„Ich frage nur: Wisst ihr, wie schwer es war, sich für die WM zu qualifizieren? Wir stehen auf Platz 42 der Weltrangliste!“, sagte er. Seine Spieler seien international kaum bekannt, geschweige denn präsent: „Das ist ein Problem. Warum können sich unsere Spieler nicht durchsetzen? Ich spreche nicht einmal von Europa. Wir können uns auch in Brasilien oder Argentinien nicht durchsetzen.“Tatsächlich spielen nur der am Montag (22.30 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) in Foxborough bei Boston gelbgesperrt fehlende Mittelfeldspieler Diego Gómez (Brighton), der angeschlagen ausgewechselte Innenverteidiger Omar Alderete (Sunderland) sowie die Angreifer Antonio Sanabria (Cremonese) und Julio Enciso (Straßburg), mit dem Mainz 05 in der Conference League unliebsame Erfahrungen gemacht hatte, in Europa. (sid)Irans Kapitän Mehdi Taremi war sichtlich aufgewühlt. Nach dem 1:1 gegen Ägypten packte er seine Gefühle in deutliche Worte. „Kleinigkeiten entscheiden die Spiele. Da sind Erholung und ein freier Kopf wichtig. Wir haben hier keinen klaren Kopf“, sagte der Stürmer mit Blick auf Reiseeinschränkungen und andere Widrigkeiten für seine Mannschaft bei dieser WM. „Wir können es nicht immer für uns behalten. Wir sind Iran. Manche mögen uns nicht. Aber wir fühlen.“Die furiose Schlussoffensive Irans mit einem in der Nachspielzeit wegen Abseits aberkannten Tor und zwei Lattentreffern hatte im von Debatten begleiteten „Pride Match“ nicht zum Sieg geführt. Taremi schwankte zwischen Ärger und sportlicher Hoffnung. Trotz des verfehlten dreifachen Punktgewinns kann die Mannschaft von Trainer Amir Ghalenoei weiter auf den erstmaligen Einzug in die K.o.-Phase bei einer Fußball-WM hoffen. Mit Applaus verabschiedeten sich die Spieler von ihren Fans auf der Tribüne.Iran belegt in der Abschlusstabelle von Gruppe G Rang drei. Seine drei Unentschieden können am Ende reichen, um zu den besten acht Gruppendritten des XXL-Turniers zu gehören. Es wäre der größte Erfolg der iranischen WM-Geschichte.„Ich bin stolz auf sie“, sagte Ghalenoei über seine Spieler und ergänzte mit Blick auf die USA: „Die Gastgeber-Nation hat uns sehr unfair behandelt.“ (dpa)Für seinen Lebenstraum greift Björn Reichard tief in die Tasche. Der Fußball-Fan reist während der WM quer durch Nordamerika. Von Spielort zu Spielort. Immer dorthin, wo die deutsche Mannschaft im Einsatz ist. Ein riesiger Spaß, wie der 47-Jährige berichtet. Aber auch kein günstiger.„Ich gehe davon aus, dass mich die Reise in Summe 12.000 bis 15.000 Euro kosten wird“, sagte Reichard der Deutschen Presse-Agentur. Und Tickets für ein mögliches Halbfinale und Finale hat er noch gar nicht. Seine Schmerzgrenze für eine Karte für das Endspiel am 19. Juli liege bei 3.500 Euro, erklärt er. Das könne sich aber auch noch ändern. Fest steht: Am Final-Tag will er wieder in New York sein. Notfalls eben ohne Ticket. Allein schon wegen der Atmosphäre.Rund 3.200 Euro hat Reichard während der Gruppenphase für Flüge, Hotels und Mietwagen ausgegeben. Die Tickets für die deutschen Spiele hätten ihn 160, 330 und 240 Euro gekostet, rechnet er vor. Dazu kommen die Ausgaben für die Verpflegung. Die Getränkepreise im Stadion hätten ihn etwas „schockiert“, meint Reichard. Da kann ein Bier umgerechnet an die 20 Euro kosten. (dpa)Die ägyptische Fußball-Nationalmannschaft sorgt sich nach dem Einzug in die K.-o.-Phase der WM um ihren Superstar Mohamed Salah. Der Offensivspieler vom FC Liverpool war während der Partie gegen den Iran (1:1) in der 57. Minute ausgewechselt und anschließend dabei gesichtet worden, wie er seinen linken Oberschenkel mit Eis kühlte.„Er wird noch untersucht von den Ärzten, wir warten noch auf den Bericht“, erklärte Trainer Hossam Hassan. Er habe mit Salah schon gesprochen, dieser habe ihm gesagt, es sei keine große Verletzung. „Ich denke, er wird zurück sein. Als ich mit ihm geredet habe, hat er mir versichert, dass alles gut werden wird.“Bis zum Sechzehntelfinale bleibt Ägypten noch fast eine Woche. Als Zweiter der Gruppe G trifft das Team von Hassan am Freitag (20.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei Magenta TV) in Dallas auf Australien. (sid)Fabian DrahmouneDer Fußball-Weltverband FIFA hat der französischen Nationalmannschaft untersagt, im WM-Spiel gegen Norwegen (4:1) am Freitag Trauerflor zu tragen. Der französische Verband FFF wollte mit schwarzen Armbändern seine Verbundenheit mit Nationaltrainer Didier Deschamps zum Ausdruck bringen. Die Mutter von Deschamps wurde am Freitag beerdigt. Sie war am Dienstag verstorben. Deschamps war nach dem zweiten Spiel der Gruppenphase gegen den Irak (3:0) abgereist, um an der Beisetzung teilzunehmen. Er wird am Samstag zurückerwartet. Die FIFA regelt die Ausrüstung auf dem Spielfeld streng und erlaubt Armbinden in der Regel nur für bestimmte, von ihr genehmigte Aufklärungskampagnen. Daher wurden die schwarzen Trauerbänder auf dem Spielfeld nicht zugelassen. Fabian DrahmouneIvan Perisic sieht das kroatische Team trotz der Drucksituation für das entscheidende Gruppenspiel gegen Ghana bestens gerüstet. „Wir können wichtige Spiele. Wir haben in der Vergangenheit in diesen Spielen meistens gute Ergebnisse erzielt. Das werden wir auch diesmal versuchen“, sagte der 37-Jährige vor der Partie am Samstag (23.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV): „Wir wissen, was es braucht und müssen definitiv besser spielen als in den ersten beiden Spielen.“Da hatte Kroatien erst beim 2:4 gegen England in der Defensive und dann beim zittrigen 1:0 gegen Panama spielerisch massive Mängel gezeigt. „Wir müssen konzentrierter in der Defensive sein und dürfen nicht so leicht die Bälle verlieren. Wir müssen den Ball schneller laufen lassen, mehr Chancen kreieren“, sagte Trainer Zlatko Dalic. Das Team wisse um die „Bedeutung“ der Partie. „Wir haben noch nicht das Beste gezeigt.“ Doch nun sei „eine neue Chance“ und „es ist auch an der Zeit“.Die Mannschaft müsse „zeigen, wer Kroatien wirklich ist“. Die Kritik am hohen Altersdurchschnitt durch Routiniers wie Perisic, Luka Modric (40) oder Andrej Kramaric (35) sei nicht verständlich. „Ich bin sicher, dass wir die Grenzen verschieben können. Wir haben noch so viel Hunger in uns, sodass ich mir sicher bin, dass wir noch nicht am Ende sind“, betonte Perisic: „Ich will so lange den Unterschied machen wie möglich und auch als Vorbild für die Jüngeren da sein.“ (sid)Fabian DrahmouneSuperstar Lionel Messi erhält im letzten Gruppenspiel von Fußball-Weltmeister Argentinien gegen Außenseiter Jordanien (Sonntag, 04.00 Uhr MESZ/MagentaTV) eine Pause. Nationaltrainer Lionel Scaloni kündigte am Freitag eine Rotation an, auch der 39-jährige Messi wird zunächst auf der Bank sitzen. „Leo wird ein bisschen später spielen“, sagte Scaloni.Titelverteidiger Argentinien ist nach den Siegen gegen Algerien (3:0) und Österreich (2:0) bereits als Spitzenreiter der Gruppe J für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Messi hat im laufenden Turnier alle Tore für Argentinien erzielt. Gegen das bereits ausgeschiedene Jordanien sollen nun weitere Spieler Erfolgserlebnisse sammeln. „Die Spieler, die morgen auf dem Platz stehen, spielen, weil sie es sich verdient haben. Sie sind Teil dieser Mannschaft. Dass wir heute hier stehen, ist auch ihr Verdienst“, sagte Scaloni: „Sie geben jeden Tag alles. Selbst wenn sie einmal nicht spielen, sind sie die Ersten, die auf dem Trainingsplatz stehen. Natürlich würde ich jedem gerne Einsatzminuten geben. Wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, dann tue ich das.“ (dpa)Florian ErbeKolumbiens Trainer Nestor Lorenzo hat bei der Fußball-WM seine Hochachtung für Bayern Münchens Bundesliga-Spieler Luis Díaz formuliert. Bei der Pressekonferenz zum letzten Gruppenspiel gegen Portugal in Miami (Sonntag, 1.30 Uhr, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei Magenta TV) sagte er: „Lucho Díaz ist für Kolumbien bereits eine Führungspersönlichkeit – nicht nur durch seine Spielweise, sondern auch durch seinen Charakter, seine Bescheidenheit, seinen Einsatz und seine Vorbildfunktion.“Der deutsche Meister hatte den 29 Jahre alten Díaz vor einem Jahr für rund 70 Millionen Euro vom FC Liverpool verpflichtet. Auch darin sieht Kolumbiens Trainer eine Vorbildfunktion seines Stars: „Spieler zu Topclubs zu bringen, ist eines unserer Ziele“, sagte Lorenzo. „Hoffentlich katapultiert diese WM viele Spieler in die Weltspitze und hilft uns, das Niveau anderer Nationalmannschaften zu erreichen.“Ein Beispiel dafür sei der Außenverteidiger Daniel Muñoz, der mit Crystal Palace die europäische Conference League gewann und bei dieser Weltmeisterschaft bereits zwei Tore erzielte: „Er ist ein moderner Außenverteidiger, ganz nach dem Vorbild der Weltbesten. Gott sei Dank spielt er für Kolumbien“, sagte sein Trainer. (dpa)Florian ErbeTeamchef Ralf Rangnick will vor dem entscheidenden Gruppenduell seiner Österreicher mit Algerien nichts von der „Schande von Gijón“ wissen. Als die Partie 1982 stattgefunden habe, „war noch kein Spieler der beiden Mannschaften auf der Welt“, betonte der deutsche Trainer. Er selbst sei 24 Jahre alt gewesen und als Spieler gerade zum SSV Ulm gewechselt – „das zeigt, wie lange das her ist und das es mit dem Spiel morgen sicherlich nichts zu tun haben wird.“Damals hatte Deutschland nach einer 1:2-Auftaktpleite gegen Algerien einen Sieg zum Weiterkommen benötigt, Österreich hatte eine knappe Niederlage gereicht, um die punktgleichen Nordafrikaner aus dem Turnier zu werfen. Nach dem frühen 1:0 durch Horst Hrubesch hatten beide Mannschaften nach und nach ihre Offensivbemühungen eingestellt.Österreich und Algerien treffen am Sonntag (4.00 Uhr MESZ, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) in der Gruppe J im Kampf um den zweiten Platz hinter Argentinien aufeinander. Da es die letzte Partie in der Gruppenphase ist, werden beide Teams ihre genaue Ausgangslage zu diesem Zeitpunkt kennen. Österreich reicht für Rang zwei ein Unentschieden, es würde in diesem Fall wohl ein K.o.-Runden-Duell mit Spanien drohen. Der Europameister kann am Samstag (2.00 Uhr MESZ) gegen Uruguay den Gruppensieg perfekt machen.Auf bestimmte Ergebnisse spekuliert im ÖFB-Team aber niemand. Ein Remis würde wohl beiden Mannschaften zum Weiterkommen reichen, aber man werde „die Mannschaft sicher nicht ins Rennen schicken, um unentschieden zu spielen“, sagte Rangnick. „Wir wollen gewinnen“, betonte auch Bayern-Profi Konrad Laimer. (sid)Florian ErbeEins, zwei, drei – und ab in die Geschichtsbücher! Weltfußballer Ousmane Dembélé hat sich mit seinem Dreierpack in der ersten Halbzeit des WM-Spiels der französischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Norwegen in der Turnierhistorie verewigt.Die Nummer „7“ traf in der 7., 20. und 32. Minute – schneller war nur Erich Probst 1954. Der Österreicher war im Gruppenspiel gegen die Tschechoslowakei (5:0) in der vierten, 21. und 24. Minute erfolgreich.Außerdem reihte sich Dembélé ein in die Riege der französischen Fußballer, die einen oder mehr Dreierpacks bei einer WM erzielt haben. Der legendäre Just Fontaine war 1958 der Erste. Er traf im Gruppenspiel gegen Paraguay (7:3) dreimal und im Spiel um Platz drei gegen Deutschland (6:3) sogar viermal.Der Zweite war Kylian Mbappé mit seinem Dreierpack im Finale 2022 gegen Argentinien (3:3 n.V., 2:4 i.E.). Mbappé erzielte damals im Elfmeterschießen auch noch einen vierten Treffer. (sid)Florian ErbeDer erste afrikanische Fußball-Weltmeister ist laut Kongos Trainer Sébastien Desabre keine reine Fantasie mehr. „Für mich ist es nur eine Frage der Zeit“, sagte der Franzose. Er arbeite seit 15 Jahren auf dem Kontinent. „Die Strukturen werden besser, die Trainer werden besser, die Spieler werden besser.“Erster Anwärter auf den Titel dürfte Marokko sein. Der Afrikameister trifft im Sechszehntelfinale auf die Niederlande. Trainer Mohamed Ouahbi sagte bereits, dass seine Mannschaft bereit für den Titel sei. „Marokko ist in einer ganz neuen Dimension. Die Spieler und die Fans glauben daran, die Gegner blicken anders auf uns“, sagte Ouahbi. „Wir haben alle Zutaten, um die beste Nation zu sein.“ Neben Marokko und der Elfenbeinküste haben sich bisher auch Südafrika, Ghana und Ägypten für die K.o.-Phase qualifiziert. Die DR Kongo kann in der Nacht zum Sonntag (01.30 Uhr, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei MagentaTV) mit einem Sieg gegen Usbekistan ebenfalls eine Runde weiterkommen. „Das ist unser Finale“, sagte Desabre.Künftig hofft Desabre zudem auf mehr Teilnehmer aus Afrika. „Ich glaube, es sollten mehr Teams sein. Aber das gilt für andere Kontinente auch“, sagte der 49-Jährige. An dieser WM nehmen zehn afrikanische Teams teil. Neun feste Teilnehmer haben es über die Afrika-Qualifikation geschafft. Die DR Kongo setzte sich in den interkontinentalen Playoffs gegen Jamaika durch. (dpa)Florian ErbeTorwart-Legende Sepp Maier sieht bei seinem „Erben“ Manuel Neuer eine Mitschuld am entscheidenden Gegentor zur deutschen Niederlage im finalen WM-Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2). „Das ganze Team war erschreckend schwach. Allerdings hätte Manu dem Ball früher entgegengehen müssen, statt auf ihn zu warten“, sagte Maier bei "Sport1".Der 82-Jährige weiter: „Ein Torwart seiner Klasse muss in solchen Situationen aktiver agieren. Da muss er sich schon an die eigene Nase fassen.“ Früher hätte Neuer (40) den Ball „souverän gehalten“. Zugleich nahm Maier seinen Nachfolger im DFB- und Bayern-Tor in Schutz. Zwar habe Neuer „unglücklich“ ausgesehen, er könne Neuers Reaktion gegenüber den Reportern aber „verstehen, die ihm einen großen Fehler andichten wollen. Manu ist nicht der Sündenbock für diese Niederlage. Das ist einfach nicht fair.“In der K.-o.-Runde, die für die Nationalmannschaft mit dem Sechzehntelfinale am Montag (22.30 Uhr, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) in Foxborough höchstwahrscheinlich gegen Paraguay beginnt, würden solche Situationen „brutal bestraft“, warnte Maier und betonte: „Da muss Manu wieder der Alte sein.“ (sid)Florian ErbeGhanas Nationalcoach Carlos Queiroz hat vor dem finalen Gruppenspiel bei der Fußball-WM erneut scharfe Kritik am Video-Schiedsrichter geäußert. Zehn Jahre seien seit der Einführung vergangen, sagte der Trainer-Routinier vor der Partie gegen Kroatien am Samstag (23.00 Uhr, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) in Philadelphia. Es gebe „keine Entschuldigung“ dafür, dass er seitdem noch nicht besser funktioniere. Er hoffe, dass sich das ändern werde.Es sei für die Verantwortlichen des Weltverbands FIFA an der Zeit, zu analysieren, was sich seitdem getan habe. Der Video-Referee sei eingeführt worden, um den Schiedsrichtern zu helfen und gute Entscheidungen zu treffen. Beim vergangenen WM-Spiel gegen England (0:0) hatte sich Ghana benachteiligt gefühlt, weil es in der Schlussphase bei einer strittigen Situation keinen Elfmeter bekommen hatte. Der VAR habe „wieder mal einen Kaffee getrunken“, hatte Queiroz anschließend gemeckert. Hätte sein Team den Strafstoß bekommen, wäre es mit sechs Punkten nun womöglich schon vor dem Kroatien-Spiel für die K.-o.-Runde qualifiziert, meinte der 73-Jährige.Die Westafrikaner haben genau wie die Engländer vor dem abschließenden Spieltag der Gruppe L vier Punkte. Kroatien steht bei drei Zählern. Der Gegner verdiene „Respekt“, meinte Queiroz. Er erwarte ein „hartes, intensives Spiel“. (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zur Fußball-WM 2026: Paraguay freut sich auf Deutschland: „Unmöglich gibt es nicht“ | FAZ
Deutscher Gegner für Sechzehntelfinale steht fest +++ Irans Trainer Ghalenoei schießt gegen Mitgastgaber USA: „Sehr unfair behandelt“ +++ Angebliche Unruhe um Uruguay-Trainer Bielsa +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.














