PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-Flüchtlinge„Niemanden zwingen, zur Waffe zu greifen“ – Hofreiter lehnt Entscheidung der EU-Kommission abStand: 00:03 UhrLesedauer: 2 MinutenDie EU-Staaten diskutieren über eine Verlängerung des Schutzstatus für ukrainische Flüchtlinge. Eine mögliche Änderung könnte Männer im wehrfähigen Alter betreffen.Die Pläne der EU für wehrpflichtige Ukrainer stoßen auf Widerstand. Grünen-Politiker Anton Hofreiter kritisiert, dass Betroffene künftig keinen automatischen Schutz mehr erhalten sollen und verweist auf das Recht auf Kriegsdienstverweigerung.Der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter (Bündnis 90 / Die Grünen), lehnt die Entscheidung der EU-Kommission ab, wehrfähigen Ukrainern nicht mehr wie allen anderen Flüchtlingen aus dem Land pauschal Aufnahme zu gewähren, sondern sie zu Asylanträgen zu zwingen. „Ich halte die Entscheidung der EU-Kommission für falsch“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). Er könne „das Dilemma der Ukraine zwar sehr gut verstehen“, sagte er, und er sei auch der Meinung, dass man sein Land, wenn es angegriffen wird, verteidigen solle: „Aber ich stehe zum Recht auf Kriegsdienstverweigerung. Es sollte niemand gezwungen werden, zur Waffe zu greifen, der das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann.“ Hofreiter hatte in den vergangenen Jahren für eine massive Unterstützung der Ukraine in seinem Abwehrkampf gegen den russischen Angriff geworben.Lesen Sie auchDie EU-Kommission will den vorübergehenden Schutz für Flüchtlinge aus der Ukraine bis zum 4. März 2028 verlängern. Einen entsprechenden Vorschlag stellte EU-Innenkommissar Magnus Brunner am Freitag in Brüssel vor. Künftig soll der Schutzstatus allerdings nicht mehr für neu Ankommende gelten, die die Ukraine nach ukrainischem Recht wegen ihrer Wehrpflicht nicht verlassen dürfen. Männer zwischen 23 und 60 Jahren unterliegen in der Ukraine einem Ausreiseverbot. Gelangen sie künftig dennoch in die Europäische Union, müssten sie einen Antrag auf Asyl stellen. Der hätte aber wenig Aussicht auf Erfolg.krö
Ukraine-Flüchtlinge: „Niemanden zwingen, zur Waffe zu greifen“ – Hofreiter lehnt Entscheidung der EU-Kommission ab - WELT
Die Pläne der EU für wehrpflichtige Ukrainer stoßen auf Widerstand. Grünen-Politiker Anton Hofreiter kritisiert, dass Betroffene künftig keinen automatischen Schutz mehr erhalten sollen und verweist auf das Recht auf Kriegsdienstverweigerung.














