Europa ist in einer Rekordhitzewelle gefangen, und das Stromnetz wird bis an seine Grenzen belastet, da sich viele Menschen mithilfe von Ventilatoren und Klimaanlagen abzukühlen versuchen. Einige Kraftwerke werden allerdings nicht in Betrieb sein, um diese zusätzliche Last zu bewältigen.Anzeige

Frankreich verzeichnete am 23. Juni den heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen 1947. Die Temperaturen stiegen auf über 44 Grad und auch in der Nacht blieben sie ungewöhnlich hoch. Diese anhaltende Hitze führte zu einem Anstieg der Wassertemperaturen in einigen Flüssen im ganzen Land – und zu einem Problem für die vielen Kernkraftwerke, die diese Gewässer zur Kühlung nutzen. Ein Reaktor wurde bereits abgeschaltet, andere werden heruntergefahren oder werden im Laufe der Woche Einschränkungen unterliegen.

Abschaltung des Kernkraftwerks – eine Vorsichtsmaßnahme

Block 2 des Kernkraftwerks Golfech in Südfrankreich wurde am 22. Juni gegen 23:45 Uhr abgeschaltet, als der zur Kühlung des Kraftwerks genutzte Fluss zu heiß wurde. Es handelte sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme, sagte Brid Nelligan, eine Sprecherin der französischen Elektrizitätsgesellschaft EDF, die das Kraftwerk besitzt und betreibt.Anzeige