PfadnavigationHomePanoramaHeidebad in HalleMehrsprachige Hinweise statt Deutsch-Regeln – Strandbad-Betreiber reagiert auf KritikStand: 16:56 UhrLesedauer: 2 MinutenDas Heidebad in Halle (Saale) verwehrt Personen den Zutritt, die nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Verständigungsprobleme hätten wiederholt zu gefährlichen Situationen geführt, so Betreiber Mathias Nobel: „Ich muss durchgreifen.“Nach heftiger Kritik rudert der Betreiber eines Hallenser Strandbads bei seinen umstrittenen Einlassplänen zurück. Statt Deutschkenntnisse zu verlangen, sollen künftig mehrsprachige Hinweistafeln für mehr Ordnung sorgen.Nach Diskussionen um eine verschärfte Einlassregelung im Heidebad in Halle in Sachsen-Anhalt haben sich Betreiber und Stadt auf eine Alternativlösung verständigt. „Ich werde mehrsprachige Hinweistafeln zu den im Heidebad geltenden Regeln installieren“, sagte Strandbad-Betreiber Mathias Nobel. Bei dem Gespräch war ihm zufolge unter anderem auch Halles Oberbürgermeister Alexander Vogt (parteilos) dabei.Er sei gespannt, ob die Hinweise in mehreren Sprachen dazu führten, dass es weniger Regelverstöße gebe, sagte Nobel. Er war bundesweit in die Kritik geraten, als er öffentlich gemacht hatte, in das Strandbad nur noch Menschen einlassen zu wollen, die ausreichend Deutsch sprechen, um die Haus- und Baderegeln zu verstehen. Unter anderem die Stadt Halle hatte daraufhin die Rücknahme dieser Entscheidung gefordert und auf einen möglichen Verstoß gegen den Pachtvertrag hingewiesen. Lesen Sie auchDas Gespräch zwischen ihm und den Stadtvertretern sei „sehr harmonisch“ abgelaufen, erzählte Nobel. „Ich habe noch mal deutlich gemacht, dass das Heidebad für jeden offen ist – vorausgesetzt, er oder sie hält sich an die Regeln.“ In Zukunft bleibe er bei seiner Entscheidung, die geltenden Regeln „sehr konsequent“ durchzusetzen. „Das heißt, wenn es schon am Eingang zu Verstößen kommt, kommt man gar nicht erst rein.“ Bei der Entscheidung, ob ein Regelverstoß vorliege, spiele die Sprachkenntnis seines Gegenübers jedoch keine Rolle, betonte Nobel.dpa/krö