Nur wer gut genug Deutsch kann, wird in ein Strandbad in Halle an der Saale gelassen. Daran sorgte auch für Kritik. Jetzt schaltet sich die Stadt ein. Sie ist offenbar um ihr Ansehen besorgt.
24.06.2026, 02.50 Uhr
Kinder planschen am Ufer des Heidebades in Halle (Saale)
Die Stadt Halle an der Saale hat den Betreiber eines Strandbads aufgefordert, seine umstrittene Einlassregel zurückzunehmen. Dazu habe es ein Telefonat und ein entsprechendes Schreiben gegeben, teilte Stadtsprecher Drago Bock mit. Ziel sei, so schnell wie möglich eine einvernehmliche Lösung zu erzielen.
Wer nicht genug Deutsch spricht, wird seit Kurzem unter Umständen nicht in das Heidebad in der Stadt in Sachsen-Anhalt hineingelassen. Der Betreiber begründet das damit, dass jeder Gast die Baderegeln verstehen müsse. Die Entscheidung sorgte bundesweit auch für Kritik. (Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Fall finden Sie hier .)So argumentiert die StadtDie Stadt beruft sich mit ihrer Aufforderung auf den Betreibervertrag, der mit der Heidebad GmbH geschlossen wurde: Demnach habe die Pächterin zu berücksichtigen, dass ein Zugang zum Bad für die Allgemeinheit gewährleistet sein muss. »Die Ausgestaltung des Hausrechts darf diesen öffentlichen Charakter nicht durch pauschale Einlassverbote für ganze Bevölkerungsgruppen aushebeln«, teilte der Stadtsprecher mit.










