Zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 haben am Mittwoch Teile von Venezuela erschüttert. Am Freitag ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben von Interimspräsidentin Delcy Rodríguez auf 589 gestiegen. Zudem seien 2980 Menschen verletzt worden. Es gibt aber Hinweise darauf, dass noch Zehntausende vermisst werden.In der Nacht zum Freitag sind mehrere internationale Einsatzteams in Venezuela gelandet, um nach Verschütteten zu suchen, darunter Helfer aus Mexiko, El Salvador und der Schweiz. Auch die USA brachten Such- und Rettungsmannschaften sowie humanitäre und medizinische Hilfe auf den Weg. Inzwischen sind auch erste Rettungskräfte aus Deutschland unterwegs.Axel Schmidt ist seit 21 Jahren in der Katastrophenhilfe beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) tätig. Er betont, wie entscheidend schnelle Hilfe bei solchen Naturkatastrophen ist. Zentral sei die Koordination zwischen nationalen und internationalen, staatlichen und nicht staatlichen Akteuren. Allerdings sei die Nothilfe nur ein Teil der Aufgabe, längerfristige Unterstützung danach sei genauso wichtig, sagt Schmidt.Der ASB arbeite in Venezuela mit einem lokalen Partner zusammen, einer Behindertenorganisation, die im Land gut vernetzt sei. Lokale Helfer seien zwar wichtig, aber bei dem Ausmaß der Zerstörung wie jetzt an der Karibikküste könne ein Land das nicht allein bewältigen. Internationale Hilfe bei der Versorgung mit Medizin, Wasser und schwerem Räumungsgerät sei notwendig.Der ASB ist Teil des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“. Mehr über die Organisationen erfahren Sie hier. „Aktion Deutschland Hilft“ ruft unter dem Stichwort „Erdbeben Venezuela“ zu Spenden auf. Spenden-Stichwort: Erdbeben Venezuela / IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (SozialBank) / Online spenden unter: www.aktion-deutschland-hilft.deWeitere Nachrichten: Lebenslange Haftstrafe für Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt; EU will wehrfähigen Ukrainern Flucht vor Krieg erschweren; Oberster Gerichtshof der USA stützt Trumps Abschiebepolitik; Berichte über weitere Entlassungen bei VW.Zum Weiterlesen und -hören:Hier lesen Sie den Bericht über das Attentat in Magdeburg und das Urteil gegen Taleb A.So können Sie unseren Nachrichtenpodcast abonnieren:„Auf den Punkt“ ist der tägliche Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung zu den wichtigsten Themen des Tages. Sie finden alle Folgen auf sz.de/nachrichtenpodcast. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie unser Audio-Angebot in Ihrer Lieblings-Podcast-App oder bei iTunes und Spotify. Eine Übersicht über all unsere Podcasts finden Sie unter www.sz.de/podcast und hier erfahren Sie, wie Sie unsere Podcasts hören können.Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de.
SZ-Podcast: Erdbeben in Venezuela: Was deutsche Helfer leisten können
Ein Katastrophenhelfer berichtet über die Herausforderungen bei Einsätzen in schwer zerstörten Gebieten.












