PfadnavigationHomePolitikAuslandRettungsteams im EinsatzZahl der Erdbebentoten in Venezuela auf fast 600 gestiegen – Pistorius sichert schnelle Hilfe zuStand: 15:29 UhrLesedauer: 2 MinutenNach dem schweren Erdbeben in Venezuela laufen die Rettungsarbeiten weiter. Das deutsche THW und andere internationale Hilfstrupps treffen ein, doch es fehlt an allem. „Sind in einem Land mit schwacher Struktur“, sagt Anja Dargatz, Leiterin des Landesbüros in Venezuela.Nach dem verheerenden Erdbeben im südamerikanischen Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf knapp 600 gestiegen. Übergangspräsidentin Rodríguez versichert, „unermüdlich“ daran zu arbeiten, eingeschlossene Menschen zu bergen.Die Zahl der Erdbebentoten in Venezuela ist auf fast 600 gestiegen. Mindestens 589 Menschen seien ums Leben gekommen und mindestens 2980 weitere verletzt worden, teilte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez mit. Sie gab die aktualisierten Opferzahlen am Freitag im Beisein von Regierungs- und Militärvertretern bekannt, während sie Rettungsteams aus aller Welt in Empfang nahm.Die Hilfen waren zunächst auch deshalb nur schleppend angelaufen, weil auch der internationale Flughafen unweit der Hauptstadt Caracas schwer beschädigt wurde, als zwei Beben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwochabend das südamerikanische Land erschütterten.Besonders schwer habe es den Bundesstaat La Guaira getroffen, sagte Rodríguez, die das Amt übernahm, nachdem US-Streitkräfte Staatschef Nicolás Maduro im Januar bei einem Militäreinsatz gefangen nahmen, um ihn in den USA vor Gericht zu stellen. „Wir werden die eingeschlossenen Menschen retten“, sagte sie mit Blick auf etliche ihrer Landsleute, die noch immer unter Trümmern vermutet wurden. „Wir arbeiten unermüdlich an dieser Aufgabe.“Lesen Sie auchVerteidigungsminister Boris Pistorius kündigte an, alles für eine schnelle Unterstützung zu unternehmen. „Wir wollen sicherstellen, dass das Hilfsmaterial so schnell wie möglich hinkommt“, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch auf der Messe IdeenExpo in Hannover. Zur Zahl der Opfer sagte er: „Schätzungen gehen in die Tausende, aber wir wissen es eben noch nicht. Und wir haben gesagt, wir wollen schnell bereitstehen, wenn Anforderungen kommen. Sie sind da.“Die Bundeswehr war zuvor vom niedersächsischen Wunstorf aus mit Transportflugzeugen gestartet, um Hilfsgüter und deutsche Rettungskräfte in das südamerikanische Land zu bringen. An Bord der Bundeswehr-Maschinen sind neben Soldaten zahlreiche Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sowie tonnenweise Material und Technik. Zu den Hilfsgütern zählen unter anderem Wasserfilter, Feldbetten, Zelte und Generatoren.AP/dpa/doli