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Bauministerium: 1,5 Milliarden Einsparung beim Wohngeld 2027 Bezieher von Wohngeld müssen sich auf harte Einschnitte einstellen. Im kommenden Jahr geht es laut Gesetzentwurf aber etwas langsamer los als angekündigt.

25.06.2026 - 14:34 Uhr Verena Hubertz (SPD), Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, spricht im Plenarsaal im Bundestag. Foto: Elisa Schu/dpaBeim Wohngeld wollen Bund und Länder nach Plänen des Bauministeriums nächstes Jahr zusammen rund 1,5 Milliarden Euro einsparen – jeweils 738 Millionen Euro. Ab 2028 soll die Kürzung insgesamt jährlich gut zwei Milliarden Euro betragen. Dies geht aus einem Gesetzentwurf des Bauministeriums von Verena Hubertz (SPD) hervor, aus dem der „Tagesspiegel“ berichtete. Der Entwurf ist inzwischen veröffentlicht.Bund und Länder zahlten 2024 nach Angaben des Statistischen Bundesamts je zur Hälfte rund 4,7 Milliarden Euro Wohngeld an gut 1,2 Millionen Haushalte. Anfang 2023 war mit dem Wohngeld-Plus-Gesetz der Kreis der Berechtigten deutlich erweitert worden. Nach Angaben des Wohnungsministeriums sind 44 Prozent der Bezieher Familien, in 52 Prozent der Wohngeldhaushalte leben Rentnerinnen und Rentner. Hubertz soll sparenFinanzminister Lars Klingbeil (SPD) fordert von Hubertz Einsparungen von rund einer Milliarde Euro im Bundeshaushalt. Laut Entwurf soll beim Wohngeld an drei Stellen gekürzt werden: Die Heizkostenpauschale würde halbiert; eine geplante Erhöhung des Wohngeldes am 1. Januar 2027 soll ausfallen; und die Berechnungsformel für das Wohngeld soll verändert werden. Damit würde laut „Tagesspiegel“ den betroffenen Haushalten ein größerer Teil ihres Einkommens angerechnet, so dass sie weniger Wohngeld bekämen. Steuererklärung Wie setze ich als Vermieter Wohngeldzahlungen ab? Unser Leser vermietet eine Wohnung. Unklar ist ihm aber, wie und wann er seine Wohngeldzahlungen steuerlich absetzen kann. von Susanne Thonemann-MickerHubertz hatte die Kürzungspläne vergangene Woche in der „Rheinischen Post“ angekündigt. Demnach sollen rund ein Drittel der bisher Anspruchsberechtigten künftig kein Wohngeld mehr erhalten. In bestehende Bescheide werde aber nicht eingegriffen. Wohngeld wird nach Angaben des Bauministeriums in der Regel für zwölf Monate bewilligt, unter bestimmten Umständen auch für 24 Monate. Danach muss es neu beantragt werden.Mehrkosten an anderer StelleLaut Gesetzentwurf werden wegen der Wohngeldkürzung absehbar mehr Menschen Grundsicherung oder Sozialhilfe beziehen müssen. Im Jahr 2029 wären dies laut Entwurf insgesamt 164.000 Haushalte. Für diese Sozialleistungen fielen dann Mehrkosten von insgesamt rund 680 Millionen Euro beim Bund an und 74 Millionen Euro für die Kommunen, wie aus dem Entwurf hervorgeht. Die Berichterstatterin der Grünen für das Wohngeld, Mayra Vriesema, kritisierte die Pläne als eine der größten Sozialkürzungen der vergangenen Jahre. „Unter dem Deckmantel der Haushaltskonsolidierung plant die schwarz-rote Koalition einen massiven Angriff auf die soziale Sicherheit von über einer Million Haushalten“, meinte die Grünen-Politikerin. Die Schwächsten der Gesellschaft würden mit Wucht getroffen. dpa Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick