Kürzungen beim Wohngeld: Förderprogramm für Wohnungslosigkeit

Die geplanten Kürzungen beim Wohngeld treiben viele Rent­ne­r und Familien in Armut. Statt bei den Ärmsten zu sparen, braucht es ein radikales Umdenken.

Düstere Aussichten: Die Mieten steigen, Sozialwohnungen werden weniger statt mehr und das Wohngeld soll gekürzt werden

Soeren Stache/dpa

W ohnen ist in den vergangenen Jahren zunehmend zum Armutsrisiko geworden. Jede:r, der in Städten schon mal auf Wohnungssuche war, weiß, dass es ohne Vitamin B unmöglich ist, eine bezahlbare Wohnung zu finden. In der Folge gelten 5,4 Millionen Menschen als wohnarm, weil sie nach Abzug von Miete und Heizkosten unter die Armutsgrenze rutschen. Das Problem verschärft sich zunehmend: Während die Mieten auf historischem Höchststand sind und der Bedarf an Sozialwohnungen steigt, sinkt die Anzahl mietpreisgebundener Wohnungen Jahr für Jahr, allein 2025 um 20.000.