Laut Entwurf soll beim Wohngeld an drei Stellen gekürzt werden:die Heizkostenpauschale würde halbierteine geplante Erhöhung des Wohngeldes am 1. Januar 2027 soll ausfallendie Berechnungsformel für das Wohngeld soll verändert werdenDamit würde laut »Tagesspiegel« den betroffenen Haushalten ein größerer Teil ihres Einkommens angerechnet, so dass sie weniger Wohngeld bekämen.Bund und Länder zahlten 2024 nach Angaben des Statistischen Bundesamts je zur Hälfte rund 4,7 Milliarden Euro Wohngeld an gut 1,2 Millionen Haushalte. Anfang 2023 war mit dem Wohngeld-Plus-Gesetz der Kreis der Berechtigten deutlich erweitert worden. Nach Angaben des Wohnungsministeriums sind 44 Prozent der Bezieher Familien, in 52 Prozent der Wohngeldhaushalte leben Rentnerinnen und Rentner.

Hubertz hatte die Kürzungspläne vergangene Woche in der »Rheinischen Post« angekündigt. Demnach sollen rund ein Drittel der bisher Anspruchsberechtigten künftig kein Wohngeld mehr erhalten. In bestehende Bescheide werde aber nicht eingegriffen. Wohngeld wird nach Angaben des Bauministeriums in der Regel für zwölf Monate bewilligt, unter bestimmten Umständen auch für 24 Monate. Danach muss es neu beantragt werden.Insgesamt fordert Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vom Bauministerium Einsparungen von rund einer Milliarde Euro im Bundeshaushalt. Die Berichterstatterin der Grünen für das Wohngeld, Mayra Vriesema, kritisierte die Pläne als eine der größten Sozialkürzungen der vergangenen Jahre.