Lamine Yamal ist Spaniens bester Fußballer. Weil er aber auch Muslim ist, würden ihn Rechtsextreme und -populisten am liebsten ausweisen.

Ist das noch spanisch? Lamine Yamals Geste nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Saudi-Arabien

IMAGO / Xinhua

Spaniens Ultrarechte hat den Fußball für ihren Kulturkampf entdeckt. Spaniens teuerster und bester Spieler, Lamine Yamal, ist ihr ein Dorn im Auge. „Ein Tor kann nicht über einer Nation stehen“, heißt es auf einem Post den die VOX-Jugend Revuelta kurz nach dem Spiel gegen Saudi-Arabien vergangenen Sonntag veröffentlichte.

Dort hatte der 18-jährige Stürmer des FC Barcelona, der Sohn eines marokkanischen Vaters und einer Mutter aus Äquatorialguinea ist, Geschichte geschrieben. Er schoss das 1:0 und wurde damit nach Pelé der zweite Spieler der mit nur 18 oder weniger Jahren sein erstes WM-Tor erzielte. Und mehr noch: Nach dem dürftigen Auftritt gegen Kap Verde, bei dem die Spanier mit einem torlosen Unentschieden vom Platz gingen, gab der Treffer Yamals dem amtierenden Europameister das Selbstvertrauen zurück.