PfadnavigationHomeRegionalesHamburgIran-KonfliktHapag-Lloyds Schiffe sind in Sicherheit – der Hormus-Krisenstab zieht BilanzStand: 17:46 UhrLesedauer: 2 MinutenHat seine Schiffe zurück: Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd AGQuelle: Marcus Brandt/dpaMonatelang saßen Seeleute und Containerschiffe im Persischen Golf fest, jetzt meldet Hapag-Lloyd Entwarnung. Der Krisenstab der Reederei löst sich auf – die Branche prüft, wie verlässlich der neue Frieden ist und was daraus zu lernen ist.Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd kann aufatmen: Knapp vier Monate nach Beginn des Iran-Kriegs und der damit einhergehenden Blockade der Straße von Hormus sitzt keines der Hapag-Lloyd-Schiffe mehr im Persischen Golf fest. Alle Frachter, die von der vorübergehenden Schließung der Straße von Hormus betroffen waren und auf die Ausfahrt gewartet hatten, hätten die Region inzwischen sicher verlassen, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Zuletzt waren es demnach noch vier Hapag-Schiffe, die wegen des Iran-Kriegs feststeckten. Nun seien zwei von ihnen aus dem Golf herausgefahren. Das dritte sei unterverchartert worden, das vierte verbleibe für einen neu angelaufenen Einsatz im Golf.Lesen Sie auchUrsprünglich waren es sechs Hapag-Schiffe mit 150 Seeleuten gewesen. Eines kam bereits im April frei und bei einem anderen lief der Chartervertrag aus, womit es – wie das nun untervercharterte – nicht mehr zur Hapag-Lloyd-Flotte gehöre. Nach der jüngsten Einigung der USA und des Iran auf ein vorläufiges Friedensabkommen hatte das Hamburger Unternehmen die Hoffnung geäußert, dass auch weitere Schiffe bald die Straße von Hormus passieren können. Seit Wochen tagte bei Hapag-Lloyd ein Krisenstab, um eine Rückholung der Schiffe zu organisieren.„Dies erfolgte erst nach sorgfältiger Bewertung der Sicherheitslage und in enger Abstimmung mit den relevanten Behörden, Sicherheitspartnern sowie unseren Teams an Bord und an Land“, erläuterte die Sprecherin. Aus Sicherheitsgründen gibt Hapag-Lloyd keine Details wie etwa Namen einzelner Schiffe, Routen oder Zeitpläne bekannt. Darauf verwies die Sprecherin auch mit Blick auf die Frage, ob die Schiffe im Rahmen eines seit Dienstag laufenden Evakuierungsplans der UN-Schifffahrtsorganisation IMO freigekommen seien.57 Schiffe konnten passierenSeit Beginn der Maßnahme haben nach IMO-Daten von Donnerstag 57 Schiffe die Straße von Hormus passiert. An Bord dieser Schiffe seien schätzungsweise 1100 Seeleute, so die International Maritime Organization (IMO). Der IMO-Plan soll insgesamt Hunderten von Schiffen mit rund 11.000 Crew-Mitgliedern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ermöglichen.Am Donnerstag teilte die dänische Containerreederei Maersk ihrerseits mit, dass zwei ihrer Schiffe die Meerenge in der Nacht sicher durchquert und den Golf verlassen hätten. Dabei handele es sich um die konzerneigene Maersk Baltimore und ein derzeit von Maersk gechartertes Schiff. Zu einem späteren Zeitpunkt solle noch ein Schiff folgen. Zwei weitere Schiffe verblieben im Golf, so Maersk. rtr/jlau