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Hapag-Lloyd steckt im Krisenmodus: Blockierte Straße von Hormus, Schiffe die im Persischen Golf festsitzen – und kein Ende in Sicht. Konzernchef Rolf Habben Jansen warnt vor den weiteren Folgen. Für Hamburgs Kasse gibt es schon welche.

Knapp drei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs ist nach Einschätzung von Hapag-Lloyd bei den Problemen der Schifffahrt in der Region kein Ende in Sicht. „Alternative Routen, hohe Energiepreise und bestehende Einschränkungen werden auch in den kommenden Quartalen zu überdurchschnittlich hohen Transportkosten führen“, sagte Konzernschef Rolf Habben Jansen am Mittwoch auf der virtuellen Hauptversammlung der fünftgrößten Containerreederei weltweit.

Die Dauer und die Auswirkungen der Konflikte in Nahost auf Frachtraten, Nachfrage und Kosten blieben ungewiss. Hapag-Lloyd bekam die Folgen der Seeblockaden bereits im ersten Quartal zu spüren und rutschte – auch wegen anderer Faktoren wie Unwetter – beim Ebit in die roten Zahlen.

Deutschlands größte Containerreederei hat wie praktisch alle großen Wettbewerber mit Blockaden der Schifffahrt im Nahen Osten zu kämpfen. Der Suezkanal wird wegen drohender Angriffe von Huthi-Rebellen aus dem Jemen bereits seit längerem gemieden. Mit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar kam noch die Blockade der Straße von Hormus hinzu. Die Reedereien schicken ihre Schiffe auf lange Umwege, was die Kosten in die Höhe treibt.