Obwohl Energie immer erschwinglicher und leichter zugänglich wird, haben noch immer rund 655 Millionen Menschen keinen Zugang zu Strom. Der größte Teil von ihnen, 560 Millionen, lebt in Subsahara-Afrika. Fast zwei Milliarden Menschen müssen zudem mit umweltschädlichen Brennstoffen und Technologien kochen, was ihre Gesundheit gefährdet. Das zeigen aktuelle Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die aus den Jahren 2023 und 2024 stammen.Die Fortschritte hätten sich zuletzt verlangsamt, vor allem weil die internationalen Finanzströme zur Unterstützung sauberer Energie in die am wenigsten entwickelten Länder zurückgegangen seien. Nach WHO-Angaben beliefen sie sich 2024 auf 3,7 Milliarden Dollar, ein Rückgang von elf Prozent gegenüber 2023. Die globale Zugangsrate stagnierte 2024 bei 92 Prozent, und das jährliche Wachstum halbierte sich im Vergleich zum vorherigen Jahrzehnt. In Subsahara-Afrika stieg das Defizit sogar vor allem auf dem Land von 376 Millionen Menschen im Jahr 2010 auf 447 Millionen im Jahr 2024.Mehr als 30 Prozent des Stroms durch erneuerbare Energie gedecktErmutigend sei, dass die erneuerbaren Energien ihre starke Expansion fortsetzten. Sie machten laut WHO 2024 mehr als 30 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs aus. Zugleich hat noch immer fast ein Viertel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberen Brennstoffen und Technologien beim Kochen. Während 89 Prozent der städtischen Bevölkerung Zugang zu sauberem Kochen haben, sind es nur 56 Prozent der Menschen in ländlichen Gebieten.Ohne einen stärkeren Einsatz der internationalen Gemeinschaft könnten bis 2030 noch immer 1,8 Milliarden Menschen beim Kochen auf verschmutzende Brennstoffe wie Holzkohle, Holz, Petroleum und Kohle angewiesen sein. Laut WHO hat das schwerwiegende gesundheitliche Folgen: So ist allein die Luftverschmutzung in den Haushalten jährlich für etwa drei Millionen Todesfälle verantwortlich.
Daten der WHO: Mehr als 650 Millionen Menschen leben ohne Strom
Vor allem im südlichen Afrika lebt noch mehr als eine halbe Milliarde Menschen ohne Zugang zu Strom. Das liegt auch daran, dass immer weniger Geld in diese Regionen investiert wird.











