Erfolg für Bayer in Glyphosat-Streit: Konzern darf laut Supreme Court nicht wegen fehlender Krebs-Warnungen verklagt werdenDas Urteil ist ein wichtiger Erfolg für den deutschen Chemiekonzern im milliardenschweren Glyphosat-Streit in den USA.25.06.2026, 16.41 Uhr2 LeseminutenDas Pestizid Glyphosat dient zur Unkrautbekämpfung in der Landwirtschaft (Symbolbild).Steven Lüdtke / DPA(dpa) Der Bayer-Konzern hat in den milliardenschweren Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den Vereinigten Staaten einen wichtigen Erfolg vor dem Obersten Gericht des Landes erzielt. Laut dem Urteil kann Bayer nicht wegen fehlender Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Der Supreme Court berief sich darauf, dass in den Vereinigten Staaten von der Regierung einheitliche Markierungen vorgeschrieben seien – damit könne es keine abweichenden Anforderungen einzelner Gliedstaaten geben. Vielen Klagen im Zusammenhang mit dem glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup dürfte damit die Grundlage entzogen werden.Grunsatzurteil nach Fall aus St. LouisDie Bayer-Aktie legte nach dem Urteil zeitweise um rund 15 Prozent zu. Der Konzern begrüsste das Urteil in einer Stellungnahme als «gut für die Wissenschaft, Landwirte und für Branchen, die auf regulatorische Klarheit für Innovationen angewiesen sind». Bayer verneint ein Krebsrisiko von Roundup.Der Fall des Klägers John Durnell war ursprünglich im Oktober 2023 in St. Louis verhandelt worden. Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass das Unternehmen zu einer Krebswarnung auf dem Unkrautvernichter Roundup verpflichtet gewesen sei. Sie sprachen dem Kläger 1,25 Millionen Dollar zu. Bayer wählte den Fall dann später für den Gang vor den Supreme Court aus, um ein Grundsatzurteil zu erzielen.Bayer argumentierte, dass die US-Umweltbehörde EPA in dem Mittel keine Gesundheitsrisiken sehe, wenn es entsprechend den Vorschriften angewendet werde. Die EPA hatte das Produktlabel folglich ohne Warnung genehmigt. Daher sollten laut Bayer auch Schadenersatzansprüche «basierend auf dem Recht einzelner Gliedstaaten vor Gericht keinen Bestand haben».Folge des Monsanto-KaufsBayer-Chef Bill Anderson, der das Ruder in Leverkusen im Juni 2023 übernommen hatte, verfolgt das Ziel, die US-Rechtsstreitigkeiten bis Ende 2026 signifikant einzudämmen. Diese hatte sich Bayer 2018 mit der Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto ins Haus geholt. Nach einer ersten Niederlage in einem Glyphosat-Prozess stiegen dann die Klägerzahlen.Auch Sicht von Bayer dürfte das Urteil «dazu führen, dass aktuelle Klagen abgewiesen und mögliche künftige Klagen verhindert werden – soweit sie auf angeblich fehlenden Warnhinweisen beruhen». Zugleich strebt der Konzern weiterhin die finale Genehmigung eines angekündigten grossen Vergleichs an.Mehr folgt.
Glyphosat: Erfolg für Bayer vor Supreme Court
Das Urteil ist ein wichtiger Erfolg für den deutschen Chemiekonzern im milliardenschweren Glyphosat-Streit in den USA.










