Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer hat im milliardenschweren US-Rechtsstreit um mutmaßliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat einen entscheidenden Sieg vor dem Obersten Gerichtshof der USA errungen. Der Supreme Court entschied am Donnerstag, dass die Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben.Damit entzogen die Richter Tausenden Klagen wegen angeblich unzureichender Krebs-Warnhinweise die Grundlage. Bayer hatte stets argumentiert, dass die US-Umweltschutzbehörde EPA den Wirkstoff als nicht krebserregend einstuft und entsprechende Warnhinweise daher nicht zulässig seien.Vor dem Supreme Court ging es um den Fall eines Mannes, der seine Blutkrebserkrankung auf die Verwendung des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup des Monsanto-Konzerns zurückführte, den Bayer 2018 gekauft hatte. Ein Gericht im US-Bundesstaat Missouri sprach ihm eine hohe Entschädigung zu, weil ein Warnhinweis fehlte.Die EPA hatte Glyphosat dagegen als unbedenklich eingestuft. Bayer machte deshalb geltend, dass es den Bundesstaaten untersagt sei, zusätzliche Gesundheitswarnungen vorzuschreiben.An der Börse hob die Bayer-Aktie ab und legte um 17 Prozent zu. Das Urteil werde dazu beitragen, die Rechtsstreitigkeiten nach nahezu einem Jahrzehnt signifikant einzudämmen, teilte der Leverkusener Dax-Konzern mit. Es dürfte dazu führen, dass aktuelle Klagen abgewiesen und künftige verhindert werden. (Reuters/AFP)
Streit über Glyphosat: Bayer erringt entscheidenden Sieg vor US-Supreme-Court
Mit dem Urteil des obersten US-Gerichts ist Tausenden weiteren Klagen die Grundlage entzogen worden. Die Aktie des Pharma- und Agrarkonzerns schoss in die Höhe.










